Montag, 31. März 2008

Ostern, Melbourne, Crusty Demons

Ich bin zurück aus Melbourne! Und ich habe wahnsinnig viel zu erzählen! Am Sonntag letzte Woche, also am Ostersonntag, um 04.30 Uhr am Morgen machten wir uns auf den langen Weg nach Melbourne. Es war eine lange Reise, 11h Autofahrt, etwa 1100 km durch das Australische Outback. Mein Gastvater wollte die Reise so schnell wie möglich hinter sich bringen, deshalb wurden die WC Pausen auf ein Minimum reduziert :) Wir kamen dann am Nachmittag endlich in Melbourne an. Das Wetter war schön und es war überraschend warm, was mir natürlich sehr gelegen kam. Der Grund, weshalb wir nach Melbourne gingen, war der Event "Crusty Demons Night of World Records", welcher am Samstag, 29.3.08 stattfand (www.crusty.com). Mein jüngerer Gastbruder Tyrone fährt ja Motorrad Freestyle und hält drei Weltrekorde; diese drei Weltrekorde hat er sich in Amerika geholt, als er 12 Jahre alt war, also vor zwei Jahren. Durch Tyrone und diesen Amerika Trip hat meine Gastfamilie den Weltrekordhalter im Motorrad Distance Jumping Ryan Capes und dessen Familie kennengelernt und sie sind alle gute Freunde geworden. Ryan Capes wurde dann ans Crusty Demons eingeladen, um einen neuen Weltrekord zu versuchen, indem er gegen zwei weitere Weltrekordhalter antrat. Ryan Capes war die erste Person auf der ganzen Welt, der über 300ft mit einem Motorrad gesprungen ist! Sein Weltrekord wurde aber dann von Robbie Maddison, einem Australier, gebrochen; dieser legte eine Distanz von 322ft hinter sich (etwa 100m, ein ganzes Football Feld!!!) Nun ging es darum, diesen Rekord wieder zu brechen. Aus diesem Grund wurde dann auch meine Gastfamilie und ich eingeladen und deshalb gingen wir nach Melbourne. Ryan Capes nahm seinen Mechaniker, seine Frau, seinen Sohn und die halbe Verwandtschaft seiner Frau mit nach Melbourne, wo sie am Montag dann ankamen. Wir wohnten alle im selben Hotel, gerade neben der Formel 1 Rennstrecke, was sehr gut war. In demselben Hotel wohnten auch alle anderen Crusty Riders und Stars und Moderatoren, was ziemlich cool war :) Wir lernten also all diese Amerikaner kennen, was äusserst interessant und amüsant war :) In dieser ganzen Gruppe hatte es drei Jungs in meinem Alter (18, 18 und 20 Jahre alt) und zwei Jungs im Alter von 14 Jahren, die zur Verwandtschaft der Ehefrau gehörten (es ist wahnsinnig kompliziert, deshalb versuche ich es gar nicht erst, zu erklären). Da der Event am Samstag Abend stattfand, hatte Ryan die ganze Woche Zeit, sich an die Rampen zu gewöhnen, sich auf seinen Sprung vorzubereiten und Interviews zu geben (Ryan auf der Landung während einem Interview). Und das hiess dann, dass die ganze Gruppe meistens mit zur Strecke ging und ihm dabei half oder zuschaute. Wir konnten dadurch auch allen anderen Stars beim Üben zuschauen, was sehr interessant war. Deshalb hatten wir leider nicht gross Zeit, uns Melbourne anzuschauen. Ich sah aber dafür ganz viele andere Sachen, die ich sonst nie gesehen hätte. Vor mir tat sich eine ganz neue Welt auf, die ich vorher noch nie gesehen habe. Sozusagen das Motorrad Sport Business mit allen Stars, Medien, Events, Geld und Skandalen. Ausserdem wurde mir auch die amerikanische Mentalität um einiges näher gebracht. Aber dazu komme ich später. Ryan Capes mietete einen kleinen Bus, mit welchem wir dann jeden Tag vom Hotel zu dem Rampen und wieder zurück fahren konnten. Am Dienstag gingen wir dann zum ersten Mal zum Eventgelände. Die drei Jungs in meinem Alter stellten aber dann fest, dass das "legal drinking age" in Australien 18 ist, nicht so wie in Amerika 21, und die drehten durch! Am Dienstag tranken die drei so viel, ich habe mir meinen Augen nicht getraut!! Unglaublich... Wir nahmen dann also die ganze Verwandtschaft mit den drei betrunkenen Jungs mit zum Gelände und schauten uns die Rampen an. Es war riesig! In den folgenden Tagen fuhren wir immer wieder dorthin. Doch vom Mittwoch an wurde es unglaublich kalt, so dass ich mir sogar noch eine zusätzliche Jacke kaufen musste. Wir hatten eigentlich wirklich eine gute Zeit miteinander, doch je besser wir die Amerikaner kennenlernten, desto mehr viel uns auf, wie anpassungsunfähig und frech und dumm dieses Volk ist! Alles, das nicht so war wie in Amerika, wurde automatisch fertig gemacht und war schlecht, es wurde über die Portionengrössen gemotzt (angeblich seien die Portionen in Amerika VIIIIEL grösser als in Australien, aber ausgegessen wurde trotzdem nie) und vieles mehr. Die wussten nicht einmal, dass die Schweiz ein Land ist!!!!! Ach du meine Güte... Es passierten wirklich einige Zwischenfälle in diesen Tagen, die nicht wirklich lustig waren. Da waren wir zum Beispiel einmal alle auf dem Gelände, es war unglaublich kalt und schon spät und dunkel. Da der Event am Abend stattfand, wollte Ryan im Dunkeln seine Sprünge üben, damit alles gut geht. Es war also etwa 22.30 Uhr und wir wollten alle nach Hause gehen, doch dann konnten wir den Bus nicht mehr starten. Es stellte sich dann heraus, dass Ryans Ehefrau anstatt Diesel Bleifrei getankt hat! Ich und meine Gastfamilie mussten dann den ganzen Tank ausleeren und wieder mit Diesel auffüllen und all die anderen gingen dann in der Zwischenzeit mit einem anderen Bus zurück zum Hotel, ohne uns zu helfen! Unglaublich... Aber im Grossen und Ganzen hatten wir wirklich viel Spass miteinander und kamen gut miteinander aus. Am Samstag war dann der grosse Tag. Wir fuhren zum Gelände und bekamen alle einen VIP Pass, der uns erlaubte, in der VIP Zone zu sein, von wo man den Besten Blick auf das Ganze hatte! WOW!!!! Ich, meine Gastmutter Rebekah und Tyrone am Nachmittag vor Showbeginn auf dem Eventgelände:Ryan gibt AutogrammeUm 17:00 Uhr begann dann die Show und dauerte bis 22.30. Es war unglaublich kalt, aber zum Glück regnete es nicht. Es hatte 30'000 Zuschauer dort! Das war UNGLAUBLICH!!! Ich war so froh dass wir diese VIP Tickets hatten und nicht in dieser Menschenmenge stehen mussten :) Ich, Morgan und Cameron (einer der 14-jährigen Amis) im VIP Bereich: Die ganze Show war voller Nervenkitzel und alles war so aufregend! Überall diese Kameras, Security, die "Stars", die Sprünge, die Menschenmasse und der Lärm, Werbung, Geld, Drogen und Alkohol und andere Deals... Es war unglaublich. Es war sehr gut, dass ich eine Woche lang hiter die Kulissen eines solchen Riesenevents sehen konnte und ich lernte so einiges, was ich sonst nie mitbekommen hätte. Mir fehlen immer noch die Worte, es war einfach unbeschreiblich. Ganz am Schluss des Abends war es dann so weit und es ging um den Weltrekord im Distance Jumping. Ryan Capes sprang zuerst und brach den alten Weltrekord, er sprang 335ft (ich bin mir nicht ganz sicher). Ryan nach seinem Sprung: Nach ihm sprang dann Robbie Maddison, und dieser brach den neuen Weltrekord noch einmal! Er sprang 351ft!!! Robbie Maddisons Weltrekord Sprung: Die Spannung, die in der Luft war als er sprang, ist unbeschreiblich! Die Zuschauer hatten natürlich grosse Freude, dass sich der Australier den neuen Weltrekord geholt hatte. Glücklicherweise wurde bei all den Sprüngen niemand verletzt. Denn die ganze Sache ist nicht wirklich ungefährlich! Zu viel Wind, zu viel Geschwindigkeit oder eine kleine Unebenheit auf der Landung kann zu einem ganz bitteren Ende führen... Zum Glück ist nichts passiert. Nach der Show gingen wir alle zurück zu den Garagen im VIP Bereich und feierten, bis wir dann wieder zurück ins Hotel gingen, wo wir etwa um 01.30 ankamen. Wow, was für ein Erlebnis... Ich wurde dann vom Crusty Demons Mechaniker und dem Photographen eingeladen, mit ihnen auszugehen, aber meine Gasteltern erlaubten es mir nicht, was am Ende sehr gut war, denn ich wäre wahrscheinlich gar nicht mehr nach Hause gekommen (so wie zwei der amerikanischen Jungs in meinem Alter, der eine erwachte am Morgen auf dem Eventgelände und wusste nicht wie er von der Stadt dorthin gekommen war). Gestern hatten wir dann den letzten Tag in Melbourne und machten eigentlich nicht mehr viel, denn heute Morgen fuhren wir dann schon wieder um 04.30 Uhr los, um zurück nach Newcastle zu kommen, also mussten wir uns dann von den Amerikanern verabschieden. Das war auf jeden Fall ein sehr interessantes Zusammentreffen, welches mir in einigen Dingen die Augen geöffnet hat. In dieser Woche in Melbourne bin ich meiner Gastfamilie irgendwie noch viel näher gekommen. Ich habe die ganze Woche ein Zimmer mit meinen beiden Gastbrüdern geteilt, was sehr viel Spass gemacht hat. Wir hatten die wildesten Kissenschlachten und Gespräche bis spät in die Nacht hinein, was ich sehr genoss. Ausserdem fühlte ich mich plötzlich als Australierin, vor Allem wenn wir mit den Amerikanern zusammen waren. Diese dachten selber, dass ich Australierin bin, weil ich angeblich jetzt tatsächlich den australischen Akzent habe. (Und das macht mich sehr stolz :)). Und das ist eine ganz schöne Erfahrung und ein sehr gutes Gefühl.
Ja, heute fuhren wir dann den ganzen Weg wieder zurück nach Newcastle. Es war schön, wieder nach Hause zu kommen (vor Allem auch wieder in die Wärme zu kommen, hier ist es immer noch schön heiss), aber trotzdem gehe ich nie gerne von einem Ort fort, wo ich eine Weile verbracht habe... Der Hund und die Katze waren ganz aufgeregt als wir wieder zurück kamen :) aaaah... Schön. Morgen gehts nun wieder zurück in die Schule :)
Alles Liebe
Olivia

Freitag, 21. März 2008

Exkursionen und Karfreitag

Am Dienstag wartete ein Tag voller Exkursionen auf mich. Also eigentlich zwei Schulexkursionen. Die erste Exkursion war eine Musikexkursion und wir gingen alle zusammen ans Konservatorium von Newcastle. Da kenne ich mich ja bereits schon gut aus, da ich ja dort im Orchester war :) Es war ein sogenanner HSC Study Day (HSC = High School Certificate, etwa das gleiche wie die Matur), das heisst alle Schüler aus dem year 12, die Musik als Fach in der Schule gewählt haben, konnten hingehen und wurden über die Prüfungen informiert. Zu der Musik HSC Prüfung gehört eine Performance, Aural (so wie ein Listening) und Oral sowie Musicology und Composition. Man muss aber nicht alles zusammen machen, irgendwie kann man da so nach Kriterien wählen, aber ich komme nicht ganz draus. Auf jeden Fall wurden wir über alles informiert und es kamen dann noch ein paar Schüler, die eine Performance hielten vor allen Zuschauern! Die waren also wahnsinnig eindrücklich und wahnsinnig gut, sehr talentiert. Ich war sehr beeindruckt! Als wir am Nachmittag wieder bei unserer Schule abgeladen wurden, holte mich Jimmy ab, um mit mir den Nachmittag zu verbringen. Ich konnte ihm dann endlich ein paar Fotos von meinem Schweizer zu Hause und meiner Schweizer Familie zeigen. Anschliessend musste ich dann schon wieder gehen, denn die zweite Exkursion des Tages stand vor mir. Es war eine Englisch Exkursion und wir gingen alle ins Theater, um Shakespeares "Tempest" zu sehen. Wir haben nun dieses Stück so lange in der Schule behandelt und besprochen und dann auch noch gesehen, dass ich ENDLICH begreiffe, worum es geht. Ich finde Shakespeare sehr interessant, aber es ist soooooo schwierig zu verstehen! Aber ich gewöhne mich besser daran, denn ich werde mich in Zukunft noch viel mehr damit beschäftigen. Ich habe mich nun (mit Hilfe meiner Eltern) nämlich an die Universität Basel angemeldet, um dort im Herbst Englisch und Medienwissenschaft zu studieren. Ich bin irgendwie ganz aufgeregt und freue mich darauf :)
Am Donnerstag war dann mein letzter Schultag für eine Weile (schon wieder!!). Es war ein so wahnsinnig heisser Tag wie wir es schon lange nicht mehr hatten und es kühlte nicht einmal wirklich ab in der Nacht! Am nächsten Tag, Karfreitag, hatten wir aber dann einen Temperatursturz. Meistens ist es, bevor es kühl und regnerisch wird, unglaublich heiss. Karfreitag war seit langem wieder einmal ein hundsmiserabler Tag, und sogar so richtig kühl dass ich zum ersten Mal seit EWIGKEITEN meine Jacke aus dem Koffer hervorgraben musste. Aber das Lustige ist, dass mir das irgendwie richtig gefallen hat. Einmal wieder kühles und schlechtes Wetter. Das habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Plötzlich freute ich mich auf den Herbst und Winter in der Schweiz. Wir verbrachten den ganzen Tag zu Hause und schauten Gruselfilme. Am Nachmittag kamen dann überraschend der Mexikaner Juan Carlos und sein Freund Julian bei mir für einen Besuch vorbei. Das freute mich natürlich sehr und wir hatten es - wie immer- wahnsinnig lustig.
Da Karfreitag war, ging ich am Abend mit meiner Gastfamilie und den Frasers (Freunde von meiner Gastfamilie) in die Kirche. Nach der Predigt gingen wir alle zu den Freunden nach Hause und schauten den Film "The Passion of the Christ" von Mel Gibson. MEINE GÜTE!!! Ich wusste ja dass Mel Gibson ziemlich brutale Filme macht, aber das war ja wahnsinnig unglaublich brutal! Einfach schrecklich! Aber interessant. Aber auch sehr traurig. Meine Gastfamilie ging anschliessend wieder nach Hause, aber ich blieb bei den Freunden und verbrachte die Nacht dort. Heute gingen wir dann alle zusammen einkaufen und assen anschliessend Fish'n'Chips am Strand. Das Wetter war ein bisschen besser und auch wieder ein bisschen wärmer, aber sehr windig (kann man das sagen?). Was für eine nette Familie, diese Frasers!
So, jetzt muss ich meinen Koffer packen gehen. Morgen brechen wir (also meine Gastfamilie und ich) nämlich um 04:30 auf, um nach Melbourne zu fahren!!!!!!! ICH BIN SO AUFGEREGT!!! Wir fahren mit dem Auto nach Melbourne, und dies in einem Tag! Das sind etwa 12 oder 13 Stunden Autofahrt... Ajjaiaii.... Aber das ist sicher eine gute Erfahrung! Und ich freue mich wahnsinnig darauf. Ich hoffe dass wir dann gutes Wetter haben werden. Wir werden für eine Woche in Melbourne sein und ich kann es kaum erwarten. Ich bin ja noch nie zuvor dort gewesen :)
Nun wünsche ich euch allen eine gute Woche; ich werde mich bald wieder melden.
Alles Liebe
Olivia

Samstag, 15. März 2008

Swimming Carnival, District Conference

Am Dienstag Abend hatte ich seit längerem wieder einmal ein "normales" Rotary Meeting. Wir hatten einen superguten Guest Speaker, der über den bekanntesten Radiokanal von Newcastle KOFM und von der Radio Geschichte im Allgemeinen sprach. Da ich ja Medienwissenschaften in der Schweiz studieren werde, fand ich dies dementsprechend natürlich besonders interessant! Ja, nach dem Abendessen bekam ich dann eine Geburtstagstorte und alle Rotarier sangen für mich, das war so schön! Und als Geschenk bekam ich ein Strandbadetuch mit dem Logo der Newcastle Knights (Das Rugby Team von Newcastle), welches mir sehr gefällt; es ist riesengross und ich kann mich so richtig darin einwickeln!! Am Mittwoch Nachmittag ging ich dann an den Strand und traf ein paar Austauschschüler und da konnte ich mein neues Knights-Badetuch bestens einweihen. Super Sache!:) Es war schön, die Austauschschüler wieder zu sehen, schliesslich habe ich die Meisten wirklich schon sehr lange nicht mehr gesehen!
Am Donnerstag war dann ein spezieller Tag an meiner Schule, und zwar der "Swimming Carnival". Das ist wie ein Sporttag, einfach geht es dabei ums Schwimmen. Die ganze Schule wird dem Alphabet nach in 4 Häuser aufgeteilt, und jedes Haus bzw. Team hat eine andere Farbe. Ausserdem hat jedes Haus einen speziellen Namen, und dies sind alles "aboriginal Names". Ich war im Haus "Tingira", welches das grüne Haus war. Es gibt Mulgabirra, das rote Haus, und ein gelbes und blaues Haus, aber deren Namen konnte ich mir leider nicht merken... Die Mulgabirra Girls: Nun, jeder Schüler, welcher an den Swimming Carnival kam, musste sich in den Farben seines Hauses kleiden, dementsprechend war ich ganz in grün. Während dem ganzen Tag finden dann Wettrennen und alles drum und dran statt und man kann Punkte für sein Haus sammeln (beispielsweise bekommt das "farbigste" Haus, also das Haus mit den best angezogenen Teammitglieder extra Punkte). Am Ende des Tages werden die Punkte zusammengezählt und das Haus mit den meisten Punkten gewinnt. Neben den zahlreichen Rennen (wo ich übrigens auch an einem mitmachte und den dritten Platz erreichte) fand noch der "Grunge Cup" statt. Das ist so wie ein Staffettenlauf, aber im Wasser, und ein Team besteht je aus vier Leuten. Jede Person musste dann andere Sachen machen und verschiedene Hindernisse überwinden, wie zum Beispiel mit einem dicken Pullover schwimmen. Da machte ich auch mit, aber mein Team kam als letztes ins Ziel... :) Das hat so viel Spass gemacht und es war so ein guter Tag! Sehr farbenfroh :) Was ich auch merkte, ist, dass wirklich sehr gross aufgepasst wurde wegen der starken Sonne. Überall hatte es so wie Schattenzelte und wenn man nicht im Wasser war MUSSTE man im Schatten sein, andernfalls wurde man von den Lehrern in den Schatten geschickt. Das fand ich sehr gut. Als ich dann vom Swimming Carnival nach Hause kam, kam Kevin mit seiner neuen Harley nach Hause! Er hat sich ja eine Harley gekauft und das finde ich soooo cooooool! Ich wollte schon immer mal auf einer Harley sitzen... Es ist ganz ein schönes Motorrad, das meines Gastvaters. Und es ist wahnsinnig laut! Eben genau so wie es sein muss :) Einfach super!
Am Freitag nach der Schule begann die Rotary District Conference hier in Newcastle. Wir trafen uns alle in einem Restaurant zur Eröffnungsfeier bzw. Cocktail Party. Die meisten Austauschschüler kamen und das war sehr schön. Ich lernte sogar einen Schweizer Rotarier kennen, der schon seit 15 Jahren hier in Australien in Newcastle wohnt! Ich traf ganz viele Leute und hatte ein sehr gutes Gespräch mit Greg, meinem Youth Exchange Officer (der Mann, welchem ich jeden Monat meinen Bericht zuschicke). Wir kamen sogar in die Zeitung!! Am nächsten Tag, am Samstag, begann dann die eigentliche Konferenz wo alle Austauschschüler dabei sein mussten. Wir Austauschschüler eröffneten die Konferenz mit der Flag Ceremony. Wir mussten alle unsere Blazer tragen und konnten dann unsere Landesfahne auf die Bühne tragen und halten. Wow! Das war sehr schön! Und da ich die einzige schweizer Austauschschülerin bin in diesem District, konnte ich ganz alleine die Schweizerfahne hineintragen. Ich war schon ein bisschen stolz :) Nach dieser Zeremonie wartete dann ein spezielles Programm auf uns Austauschschüler. Wir fuhren zuerst an einen anderen Ort namens Glenrock. Das ist in Newcastle und ist ein Pfadiheim an einer Lagune, und von dort aus kann man in 5 Minuten zu einem menschenleeren Strand laufen! Das war sooooo schön!! Wir richteten uns ein, denn wir verbrachten die Nacht dort in diesem Heim, und gingen anschliessen alle gemeinsam ein bisschen an den Strand schwimmen. Anschliessend gab es Lunch und dann fuhren wir alle zusammen nach Newcastle an den Nobbys Beach, wo wir alle eine Surf Lektion hatten! WOW das war der Hammer! Das Wetter war perfekt! Wir hatten drei verschiedene Lehrer und die Austauschschülergruppe wurde dann aufgeteilt, damit wir nicht zu viele auf einem Fleck waren. Wir bekamen einen Wetsuit (Neoprenanzug), ein Surfboard und ein rotes Shirt mit der Aufschrift "Surf School", damit wir nicht verloren gehen konnten :) (da kam mir die Skischule in den Sinn, die müssen doch auch immer so ein Shirt tragen, so wie Club Med oder so hahaha). Wir hatten dann zuerst ein bisschen Theorie im Trockenen am Strand und wir lernten, wie wir auf das Board aufstehen müssen, wenn wir eine Welle nehmen. Im Trockenen scheint dies ja noch ganz einfach zu sein. Nicht so aber im Wasser! Wir verbrachten ganz sicher zwei Stunden im Wasser und ich versuchte, zu surfen, aber das ist so schwierig! Ich schaffte es aber, zweimal aufzustehen, und da war ich sehr stolz drauf :) Aber wirklich eine ganz schwierige Sache. Ausserdem waren die Wellen ziemlich hoch und man wurde immer wieder weggespült, oder dann wurde man von einem anderen Surfboard getroffen usw. Ich habe nun überall blaue Flecken und Muskelkater in den Armen, aber es hat wahnsinnig viel Spass gemacht und es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Als wir zurück ins Heim kamen, gab es dann Abendessen. Danach mussten wir einen Sketch einstudieren, welchen wir am nächsten Tag an der Konferenz vorführen mussten. Das Thema war "A day at Nobbys Beach" und wir studierten wirklich einen lustigen Sketch ein, wir hatten es so lustig, und wir hatten sogar echte Lifeguard Kleidung für die Lifeguards :) Bis wir das aber endlich mehr oder weniger hingebracht hatten, war es Mitternacht! Ich war so müde, und etwa um 1.30 Uhr gingen wir dann endlich ins Bett. Am nächsten Tag, also heute, mussten wir schon um 6 Uhr aufstehen, alles zusammenpacken und putzen und dann rechtzeitig wieder zurück zur Konferenz gehen. Dort hatte es so wie versschiedene Stände von den verschiedenen Rotary Clubs des District, und bei einem Club hatte es kleine Baby Wombats, die wir halten und streicheln durften!!! Awwwwww das war einfach so süss, am liebsten hätte ich sie gerade behalten. Als die Konferenz dann weiter im Gange war, führen wir unseren Sketch vor und der kam bei den Rotarier wirklich gut an. Ich freute mich sehr. Die Konferenz endete dann damit dass die Austauschschüler die Fahnen wieder von der Bühne nahmen und zurück brachten. Ein schöner Moment. Aber es war auch sehr traurig, weil Mika und Tomomi, die beiden Japanerinnen, in 4 Tagen beide zurück nach Japan gehen werden! Das war wirklich traurig und alle mussten weinen. Es ist unglaublich, wie man sich als Austauschschüler nahe kommt... Ich hoffe, dass ich sie an den Flughafen begleiten kann und sie dort noch ein letztes Mal sehen kann... Aber ich muss sagen, dieses Wochenende war also wirklich super und gefiel mir sehr, und es machte mir sehr viel Spass. Wunderbare Sache! Ausserdem lernten wir den neuen Brasilianer kennen! Der ist vor zwei Wochen hier in Australien angekommen! Er ist noch sehr jung, erst gerade 16 Jahre alt geworden, und sehr ruhig, aber sehr nett.
Am Sonntag Abend ging ich dann seit langem wieder einmal tanzen mit meiner zweiten Gastfamilie. Ich bin schon lange nicht mehr gewesen weil ich nie Zeit dazu hatte, aber ich merkte dass ich noch alle Schritte wusste und noch nichts verlernt hatte, zum Glück :)

Montag, 10. März 2008

Geburtstag, Racing

Letzten Dienstag war es dann so weit und ich und mein Zwillingsbruder Benjamin konnten unseren 19. Geburtstag feiern. 19 tönt irgendwie schon ein bisschen alt... Also schon nicht alt alt, aber ungewohnt halt :) An diesem Tag ging ich wieder zurück in die Schule und wir gingen gerade auf eine Kunst Exkursion nach Sydney. Das war ehrlich gesagt wirklich ein interessanter Tag. Wir fuhren mit dem Car nach Sydney und dort gingen wir zuerst in die NSW Art Gallery, wo wir uns zwei verschiedene Ausstellungen anschauten. Die eine Ausstellung war von einem Australischen Photograph, der die Kultur der Aboriginals in seinen Bildern darstellte. Die andere Ausstellung war von Abschlusswerken von Schülern aus dem Staat NSW. Alle Schüler, die Kunst als Fach gewählt haben, müssen im letzten Schuljahr eine grosse Abschlussarbeit machen, die sogenannte "body of work". Von allen Schülern in NSW wurden dann die besten Arbeiten ausgestellt. Das war wahnsinnig gut und interessant, und vor allem auch beeindruckend, was es da für Talente gibt! Nach diesen beiden Ausstellungen gingen wir weiter zu den Rocks (in der Nähe der Oper) ins MCA, Museum of Contemporary Art, wo wir uns die Ausstellung von Tom Hawkins anschauten. Tom Hawkins kommt aus LA und seine Kunst ist ziemlich speziell, aber sehr lustig! Anschliessend fuhren wir dann wieder zurück nach Newcastle. Als ich zu Hause ankam, wartete meine Gastfamilie mit einem Geburtstagskuchen auf mich!! Das war so lieb! Ausserdem kamen Lucy und Sean noch vorbei, um mir zu gratulieren, was sehr schön war! Ich bekam einen Schokoladekuchen :) Und dann sangen sie alle für mich :) aaaaawwww... Und dann gab es ein Barbeque, was natürlich super war. Das war wirklich ein schöner Geburtstag. Vor Allem freute es mich wahnsinnig, wie viele Leute an mich dachten und mir ein SMS oder Email schickten oder mich angerufen haben, das war wirklich sehr schön. Am mittwoch Abend ging ich dann am Abend mit einigen Freunden in den Ausgang, um meinen Geburtstag noch so richtig zu feiern. Es war schön, dass alle, die ich eingeladen habe, auch wirklich gekommen sind. Ich gab an diesem Abend keinen einzigen Dollar aus :) Nykiter, Nicole und ich in der Brewery: Am Freitag ging ich mit meiner Gastfamilie an so ein Kirchenevent für junge Leute. Obwohl dies nicht so wirklich meine Welt ist, gehe ich immer mit, weil ich es einfach geniesse, neue Leute kennen zu lernen und Zeit mit meiner Gastfamilie zu verbringen. Wir hatten also einen guten Abend. Am nächsten Morgen mussten wir dann früh aufstehen, denn wir hatten grosses vor: Meine beiden Gastbrüder hatten Motocross Rennen in Maitland, was etwa eine Stunde von meinem Wohnort entfernt ist. Es war aber nicht Motocross, sondern Stadium Cross, was eine andere Art von Rennen ist als Motocross. Wir kamen also schon früh am Morgen in Maitland an und stellten unsere Zelte, Stühle und Tische auf. Es hatte sooooo viele Leute dort!! Wir bekamen alle so einen VIP Pass, der uns erlaubte, zum Track zu gehen und sozusagen Backstage zu sein. Aber es war alles draussen. Dann begann die Trainingsrunde und alle konnten den Track ein paar Mal fahren, um sich daran zu gewöhnen. Und anschliessend folgten 100'000 Rennen. Also nein, insgesamt waren es etwa 80 Rennen, es dauerte den ganzen Tag. Meine beiden Gastbrüder hatten je 6 Rennen. Morgan und Tyrone vor Tyrone's Rennen: Tyrone, der jüngere Bruder, war ziemlich gut an diesem Tag. Morgan, der ältere Bruder, ist normalerweise ein sehr guter Rennfahrer, aber an diesem Tag hatte er unglücklicherweise Probleme mit der Kupplung und Schaltung, sein Motorrad war irgendwie nicht so wie es sein sollte, deshalb konnte er keine guten Resultate erzielen und er war ziemlich enttäuscht. Aber so etwas kann passieren... Auf jeden Fall verbrachten wir den ganzen Tag dort und es war interessant, mal so etwas mitzuerleben. Es waren sooo viele Teilnehmer und Leute dort, das war der Hammer! Das war wirklich ein super Tag und ich lernte ganz viele 15-Jährige Rennfahrer kennen ;-) Wir kamen alle ziemlich Müde nach Hause und gingen bald ins Bett. Am sonntag Morgen gingen wir dann alle zusammen wieder in die Kirche. Nach dem Service gingen wir gemeinsam mit einer anderen Familie, mit welcher meine Gastfamilie gut befreundet ist, den Frasers, zu der Familie Martin (noch mehr Freunde meiner Gastfamilie) und hatten dort Lunch. Sie wohnen in einem schönen Haus ein bisschen auf dem Land und haben ein riesiges Grundstück! Andrew Fraser ist eben auch so ein Biker wie mein Gastvater und der hat sich gerade ein neues Bike gekauft. Und dann hat er mich auf eine kleine Tour auf dem Land mitgenommen! WOW! Das war ein supercooles Bike, so ein bisschen im Harley Davidson Stil, also so richtig cool, und das gefiel mir sehr :) Mein Gastvater hat sich übrigens auch gerade ein neues Bike gekauft. Eine richtige Harley. Eine super Maschine! Sie haben sie noch nicht abgeholt, aber mein Gastvater hat gesagt: "by the end of the week you'll be able to go on a ride on a REAL bike" :) Ich wollte schon immer mal auf einer Harley sitzen! Ich kann es kaum erwarten :) Ja, nachdem wir Lunch hatten, gingen Morgan und Ich noch zu den Frasers nach Hause. Nykiter Fraser, eine der Töchter, die eine gute Freundin von mir ist, hat eine Schlange als Haustier!! Sie hat sie mir dann um die Schultern gelegt, das war schon ein spezielles Gefühl.
Gestern ging ich dann wieder in die Schule und mein Modern History Lehrer brachte mir einen "Late Birthday" Kuchen mit! Aaawww das war so lieb! Also hatten ich noch einmal ein bisschen Geburtstag. Am Abend ging ich dann mit Denise wieder an so eine Rotary Function wo es wieder um Rotary Group Study Exchange ging und die Gruppe aus Südafrika war wieder da. An diesem Abend traf ich die Gastschwester von Corinna (die deutsche Austauschschülerin, die übrigens auch dort war), Sally. Sally kam vor zwei Monaten zurück von ihrem Austausch in den USA und es war sehr interessant, mit ihr zu reden. Mir wurde dann bewusst, dass ich wirklich nicht mehr lange hier sein werde und dann ja schon sehr bald wieder zurück in die Schweiz kommen werde! Die Zeit vergeht so schnell, das macht einem wirklich bald Angst!
Als ich dann am Abend zurück kam, beendete ich eine grosse Zeichnung für die Schule. Ich mache im Moment eine Portrait Reihe und ich habe mein erstes Portrait beendet, es ist ein Portrait von Tomomi, der Austauschschülerin aus Japan.
In den letzten paar Wochen war das Wetter wieder wunderschön! Jeden Tag Sonne, wolkenloser Himmel und heiss! Hier hat nun der Herbst begonnnen und es wird nun kühler in der Nacht, aber das ist schön angenehm. Auch das Licht der Sonne ist jetzt irgendwie anders, immer noch sehr stark, aber nicht mehr so stark wie im Sommer, halt einfach so ein Herbstlicht.
So, an dieser Stelle möchte ich mich noch bei Allen bedanken, die mir hier Kommentare hinterlassen; ich lese sie immer sehr gerne und freue mich jedes Mal, wenn ich von jemandem etwas lesen kann. Vielen Dank!

Montag, 3. März 2008

Mami und Papi in Australien

Viel ist passiert in den letzten Tagen und es wird Zeit für ein grosses Update meines australischen Lebens. Am Dienstag vorletzte Woche ging es mir dann endlich besser und ich ging wieder in die Schule. Am Abend hatten wir dann ein spezielles Rotary Meeting wo sich mehrere Rotary Clubs trafen. Wir waren in einem grossen Saal und es ging um Rotary Group Study Exchange; es waren vier Austauschleute aus Südafrika da, die an diesem Austauschprogramm mitmachen und für insgesamt 4 Wochen in Australien im Austausch sind. Die Teilnehmer sind so um die 30 Jahre alt und tauschen je für 4 Wochen aus. Das war wirklich sehr interessant! Vor allem kamen sie genau aus diesem Ort in Johannesburg wo mein Grossvater wohnt!
Am Mittwoch war dann mein letzter Schultag für eine Weile. Doreen, meine zweite Gastmutter, und Shann holten mich von der Schule ab und ich verbrachte den ganzen Nachmittag bei ihnen, in meinem zweiten Haus. Das war schön, mal wieder bei ihnen zu sein und einfach einen ganzen Nachmittag nur in der Küche zu sitzen und zu reden.
Am nächsten Tag, am Donnerstag, fuhr ich dann mit dem Zug alleine nach Sydney, um dann gegen den Abend meine Eltern vom Flughafen abzuholen. In Sydney wurde ich dann auch schon von Nanny Joy am Bahnhof erwartet und wir verbrachten den Tag zusammen. Das war wirklich schön und wir hatten es sehr lustig und gut zusammen. Wir fuhren gegen Abend dann zusammen an den Flughafen und holten meine Eltern ab. Ich war schon seit einigen Tagen sooooo nervös und freute mich wahnsinnig fest, sie endlich wieder einmal zu sehen! Das war ein wahnsinnig schöner Moment, sie endlich nach so einer langen Zeit wieder in die Arme schliessen zu können und sie wieder sehen zu können. Wir holten das Mietauto, das meine Eltern gemietet hatten, ab und fuhren dann gemeinsam nach Newcastle zu Jack und Denise Parkes, meiner ersten Gastfamilie. Ich war schon ein bisschen stolz darauf, dass wir den Weg aus Sydney und dann nach Newcastle zu meiner ersten Gastfamilie ohne grosse Probleme gefunden hatten, und das erst noch im Dunkeln! In den nächsten paar Tagen wohnten wir dann alle bei den Parkes, was sehr lieb von ihnen war, uns bei ihnen zu hause zu Gast zu haben. Am nächsten Tag gingen Denise und Jack arbeiten, deshalb machten wir diesen Tag zum "Newcastle Tag". Wir fuhren zuerst zu meiner Schule, wo wir sogar noch mit dem Schuldirektor redeten (was ich sehr cool fand), und danach fuhren wir nach Newcastle in die Stadt. Das Wetter war wunderschön, einfach genau so wie ich es mir gewünscht hatte. Wir spazierten herum und ich konnte ihnen all die Sachen zeigen, die ich für mich wichtig waren, und das war sehr schön. Am Abend luden wir dann Jack zum Essen ein. Denise konnte leider nicht kommen, weil sie eine Rotary Konferenz hatte. Am Samstag nahm ich dann meine Eltern mit zu den Hunter Valley Gardens und zu den Vignards und Wineries. Das Wetter war ein weiteres Mal traumhaft und wir verbrachten einen super Tag zusammen. Am Abend trafen wir uns dann mit den Gilks', meiner momentanen Gastfamilie, und gingen mit ihnen essen. Das war ein sehr schöner Abend, und es war sehr schön für mich, dass sie sich gegenseitig kennenlernen konnten und dass sie sich auch so gut verstanden und so gut miteinander auskamen. Das war auf jeden Fall ein sehr guter Abend. Am Sonntag organisierte ich dann ein Barbeque für all meine Gastfamilien und Rotarier, damit meine Eltern alle kennenlernen konnten. Wir hatten das Barbeque am Lake Macquaire und das Wetter war wieder perfekt. Zu meinem Erfreuen erschienen dann auch ganz viele Leute und meine Eltern konnten all meine Gastfamilien und einige Rotarier kennenlernen. Das war mir sehr wichtig und es war ein erflogreicher Tag. Meine zweite Gastfamilie the Joyners und meine Eltern mit mir am See: Am Abend kamen dann noch Denise's und Jack's Kinder Brodie und Jacob und dessen Freundin Jeanet zu uns, um mit uns allen gemeinsam ein Barbeque zu haben. Das war dann der letzte Abend in Newcastle. Am nächsten Tag fuhren Mami, Papi und ich nach Coffs Harbour zu Meyers, wo wir zwei Nächte und einen Tag blieben. Wir hatten eine gute Zeit gemeinsam und wurden wieder einmal kulinarisch mehr als verwöhnt von Christofs Kochkünsten. Beide Jungs Jerome und Gregory waren auch da und wir hatten es sehr gut zusammen. Am Mittwoch mussten wir dann schon wieder weiter nach Brisbane fahren. Ich war ganz aufgeregt denn ich war noch niemals dort. Wir kamen am späteren Nachmittag an und nachdem wir ein Hotel gefunden hatten, spazierten wir ein bisschen in der Stadt herum und schauten uns das ganze ein bisschen an. Brisbane ist eine schöne Stadt, finde ich, oder auf jeden Fall das was wir davon gesehen haben. Das Stadtzentrum liegt in einer Flussschlaufe und nicht am Meer und ist eigentlich wirklich noch ziemlich gemütlich. Wir assen in einem schönen Restaurant am Fluss dann das Abendessen. Wir mussten dann am nächsten Morgen schon früh aufstehen und an den Flughafen gehen, um unseren Flug nach Hamilton Island zu erwischen und das Mietauto abzugeben. Der Flug dauerte nur eine Stunde und 15 Minuten. Der Flughafen auf Hamilton Island war sooo klein und richtig härzig! Das Gepäck wurde einfach draussen aufgestellt und man musste es selber holen gehen :) Wir wurden dann von Soozie am Flughafen abgeholt und zum Appartment geführt. Freunde von uns stellten uns das Appartment nämlich zur Verfügung, deshalb gingen wir auch nach Hamilton Island :) Das war natürlich super. Wir bekamen auch so einen Buggy, ein kleines Golfwägelchen, das wir die ganze Zeit gebrauchen konnten. Auf der Insel gibt es nämlich keine anderen Fahrzeuge ausser diese Buggies und einigen Bussen, und das war sooooooo lustig! Alle fuhren einfach in diesen kleinen, langsamen Golfwägelchen herum und das sah einfach zum schiessen aus! Als wir uns in unserem Appartment ein bisschen eingerichtet hatten, machten wir uns auf Inselentdeckungstour. Die Insel hat einen kleinen Hafen, und dort sind auch die Geschäfte (also etwa 4 verschiedene Geschäfte) und ein kleiner Supermarket und einige Bars und Restaurants. Auf der anderen Seite ist dann das Resort mit dem Hotel und den Appartments, und dort ist dann auch der Strand Catseye Beach und mehrere Pools sowie die Lobby und einige Restaurants. Wir durften all dies brauchen, was natürlich super war. Den nächsten Tag verbrachten wir im grossen und ganzen eigentlich mit Ausruhen am Strand und bei den Pools. Bei dem Pool wo wir waren hatte es eine Poolbar und das war so lustig als sie Happy Hour läuteten, da strömten einfach gerade alle Leute dorthin und gingen nicht mehr weg :) Das Wetter war wirklich noch ziemlich schön und das Meerwasser war sooooo warm und klar und blau!! Es war etwa 30°C warm!! Leider konnten wir nicht wirklich im Meer schwimmen gehen wegen den Quallen, die im Moment dort sind. Wir hatten dann das Abendessen im Resort in einem ganz schönen Restaurant direkt am Strand. Am nächsten Tag konnte ich dann auf eine Reef Tour gehen, die einer meiner Rotarier für mich gratis organisiert hatte. Da es ein Tages- Schnorchel- Trip war und der Wellengang ziemlich hoch war (und Papi nicht ganz Seefest ist) gingen Mami und Papi auf eine andere, kürzere Tour , während ich auf diesem Reef Trip war. Wir fuhren zur Reef World, so wie eine Tauchbasis beim Reef, und das dauerte etwa anderthalb Stunden mit dem Boot. Das Meer war sehr unruhig und es wurden fast alle auf dem Boot seekrank - ich gehörte glücklicherweise zu den wenigen, denen es nicht übel wurde. Als wir dann bei der Reef World waren, hatte wir einige Stunden zur Verfügung, um individuell schnorcheln zu gehen. Wegen den Quallen mussten wir alle Stingersuits anziehen, in welchen alle wie Aliens aussahen :) Aber diese Anzüge waren wirklich super und bedeckten eigentlich alles von der Haut, so dass man wirklich nicht von den Quallen gestochen werden. Das Riff war wirklich schön und interessant und es lohnte sich auf jeden Fall, wieder schnorcheln zu gehen. Ich traf ein junges Päärchen aus Sydney und verbrachte den ganzen Tag mit ihnen. Auf dem Rückweg war es dann noch viel schlimmer auf dem Meer und fast alle waren seekrank! Ich hatte wieder Glück und ich war so froh, dass ich das ganze ohne Krankheit überstand. Am Abend assen wir am Hafen dann Pizza, was auch wieder einmal sehr gut war :)
Am Sonntag war dann ganz ein spezieller Tag, wir buchten nämlich einen Scenic Flight über die Inseln und das Riff!! Nach dem Mittag fuhren wir zum Flughafen und gingen in das kleine Flugzeug!! Das war der Hammer! Es waren noch vier Japaner mit uns im gleichen Flugzeug. Die Maschine war irgendwie schon ein bisschen alt und vor Allem sehr klein und wir mussten alle unsere "life wests" um unsere Hüften schnallen weil es im Flugzeug keine hatte, aber das fand ich soooo cool! Es schüttelte teilweise ziemlich fest in dieser kleinen Büchse, aber das machte mir gar nichts aus, im Gegenteil, das fand ich irgendwie noch lustig. Wir flogen über das Riff und das war einfach wahnsinnig faszinierend und einfach unbeschreiblich schön. Wir sahen auch das berühmte "Heart Reef" und die Inselgruppe sowie auch Hamilton Island von Oben. Das war einfach der Hammer! Ein super Erlebnis!!! Als wir zurück kamen, verbrachten wir den Rest des Tages mit ein bisschen "ausplämperlen" am Hafen und in den Shops und hatten dann unser letztes gemeinsames Abendessen wieder am Strand beim Resort. Heute am Mittag musste ich dann wieder Abschied von meinen Eltern nehmen und wieder zurück nach Newcastle fliegen. Ich war schon ein bisschen traurig, aber es war nicht mehr so schlimm wie als ich das erste Mal Abschied nehmen musste. Ich weiss dass ich ja noch sooo viel vor habe in den nächsten 4 Monaten und dass ich einfach noch nicht soweit war, nach Hause zu gehen. Und es geht mir ja so wahnsinnig gut hier in Newcastle! Ich muss sagen, ich genoss die Zeit mit meinen Eltern wahnsinnig fest und es war einfach wunderschön, sie wieder zu sehen! Wir hatten eine wunderschöne Zeit zusammen und ich fand es einfach super. Nun bin ich wieder zurück in Newcastle und meine Eltern werden am Donnerstag zurück in die Schweiz fliegen.