Montag, 28. Januar 2008

Tamworth, new hostfamily

Am Mittwoch ging ich ein weiteres Mal nach Sydney und traf mich dort mit Philippo, Andrea (eine weitere schweizer Austauschschülerin) und Oliver (schweizer Austauschschüler aus Melbourne) und Chico aus Brasilien für den Tag. Wir Schweizer mussten nämlich unsere Flugtickets bestätigen und organisieren. Als wir dies alles erledigt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Manly. Wir mussten von Circular Quay die Fähre nehmen, die uns dann nach Manly brachte. Manly ist besonders bekannt für den Manly Beach, den Strand, und ist sehr touristisch, aber wunderschön. Wir verbrachten dort einige Zeit und mussten dann schon bald wieder nach Hause gehen. Ausserdem musste ich mich von Chico verabschieden, denn er ging bald wieder zurück nach Brasilien. All diese Abschiede... Wieder zurück in Newcastle gingen ich, Jade und Mario in den Ausgang (Uni Night :)), denn es war Marios letzte Möglichkeit, in Newcastle in den Ausgang zu gehen bevor er nach Hause ging. Ich traf dann ein Mädchen, Nicole, die gerade aus Brasilien vom Austausch zurückgekommen ist, und wir verbrachten einen super Abend mit SEHR VIEL plaudern zusammen. Die Welt ist voller Rotary Austauschschüler :)
Am Donnerstag musste ich mich dann endgültig von Mario verabschieden, denn er ging wieder zurück nach Scone und dann zurück nach Brasilien. Das war schon sehr traurig... Etwas später wurde ich dann von Jimmy abgeholt. Jimmy war ja ein Jahr in der Schweiz als Austauschschüler. Wir verbrachten den ganzen Tag zusammen und tauschten Erfahrungen aus, was sehr schön war. Wir gingen an den Strand, um den Hund spazieren zu gehen, und als wir später zurückkamen, kochten wir zusammen Rösti :) Und ich muss sagen, die war ziemlich gut :) Wir nahmen den CD Player in die Küche und hörten Schweizer Mundarthits und kochten Rösti und redeten in Schweizerdeutsch.. Und das alles in Australien! Es war wirklich ein guter Tag. Am nächsten Tag ging ich mit Jade nach Tamworth ans Country Music Festival, um dort das Wochenende zu verbringen. Tamworth ist auf dem Land und ist etwa 4h Autofahrt von Newcastle entfernt. Und es ist sooooo anders als Newcastle!!! In Tamworth trafen wir dann Mitchel, Rachel (seine Freundin), Shayne (Mitchels Bruder) und Michelle (dessen Freundin), stellten all unsere Zelte auf und stürzten uns ins Festival. Mein Zelt :) Wir schauten uns zuerst ein bisschen im Städtchen um; überall, in jeder Strassenecke hatte es Künstler und einfach ganz viel zu sehen. Und alle Leute liefen mit den Cowboyhüten und Stiefeln herum, es war einfach super. Mitchel und Jade: Nachdem wir dann auf dem Zeltplatz das Abendessen gekocht und gegessen hatten, gingen wir ans Konzert von Adam Brand, einer dieser Country Music Stars, und das war wirklich sehr gut und das hat so viel Spass gemacht!Am nächsten Tag war Australia Day und es gab eine Parade durch das Städtchen von Tamworth, die wir uns anschauten. Alle Country Music Stars machten bei der Parade mit und das war noch ziemlich interessant. Es war ein sehr heisser Tag und die Temperaturen stiegen so gegen die 40°C an!! Nach der Parade gingen wir an ein Rodeo!! WOW das war der absolute Hammer! So etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen und es war wirklich wie im Film. All die Jungs, die auf diesen riesengrossen Bullen sassen mit ihren Cowboyhüten und Stiefeln, und ab und zu fielen sie herunter, oder dann wollten die Bullen die Arena nicht mehr verlassen, oder die Bullen griffen die Jungs an und so weiter! Wahnsinnig interessant zu sehen, und irgendwie auch ziemlich lustig. Wir mussten uns aber dann auch schon bald wieder auf den Rückweg machen, denn wir hatten Gratis Backstage Tickets für die Country Music Awards am Abend zuvor bekommen! Die Country Music Awards wurden Live im Fernsehen übertragen und wir waren sozusagen im Mosh-Pit, also jedesmal wenn ein Live Auftritt war, mussten wir (und etwa 60 andere Leute) zur Bühne gehen und dort vorne tanzen. Das war so lustig :) Vor Allem war es auch interessant, denn die Künstler kamen dann immer noch Backstage, um mit uns Photos zu machen. Es war interessant, mal hinter die Kulissen einer solchen Live Show zu sehen und wir hatten wirklich ein grosses Glück, diese Gratis Tickets bekommen zu haben. Nach der Show wollten wir eigentlich alle noch in den Ausgang gehen, aber wir waren zu müde und gingen zurück in unsere Zelte. Am Sonntag war dann wieder so ein heisser Tag. Wir gingen wieder ins Städchen und liessen dort ein Photo von uns machen in so einem Laden, wo man sich verkleiden konnte. Das war so lustig!! Wir verkleideten uns alle und trugen die Kostüme von früher mit Korsett und allem, und auch die Jungs verkleideten sich wie wir, wie Frauen :) Anschliessend gingen wir in eine Bar wo so eine Beach Party war, und dort blieben wir dann auch für eine Weile, bis wir anschliessend ans letzte Konzert gingen, ein Konzert von Steve Ford. Auch das war sehr schön und einfach super. Am nächsten Tag mussten wir dann alles zusammenpacken und wieder nach Hause gehen. Ich war richtig müde, und es war wieder wahnsinnig heiss, aber das Wochenende war einfach super und das hat mir sooo gut gefallen! Jetzt kann ich fast jeden Text der Country Songs auswendig, weil wir sie immer gehört haben :) Es war super, mal diese Seite von Australien zu sehen, das Leben auf dem Land, und vor Allem auch die Leute auf dem Land. Es ist wirklich sooo anders als an der Küste und irgendwie wirklich wie im Film.
Als wir wieder in Newcastle waren, musste ich dann meine Koffer packen und umziehen. Ich war schon ein bisschen traurig, die Joyners zu verlassen, und ich musste dann sogar noch weinen. Aber ich freute mich gleichzeitig, in meine neue Familie zu ziehen, denn die sind wirklich super. Meine Gastmutter Rebekah und mein Gastvater Kevin sind einfach super und sehr lustig! Der Gastvater ist ein Biker und sieht auch wirklich wie einer aus :) Und er arbeitet als Totengräber :D hehehehe. Und dann habe ich noch zwei Gastbrüder, Tayrone,14, und Morgan,16. Beide sind sehr nett und lustig und sie fahren beide Motocross. Tayrone geht über die grossen Schanzen und Jumps und Morgan fährt Rennen. Und Tayrone hat 3 Weltrekorde im Motocross fahren!!! Das habe ich zuvor nicht gewusst! Wow, das ist schon sehr speziell. Ausserdem haben sie eine Hündin Phoebe und einen Kater Banjo, beide sind schon etwas älter, aber ganz lieb und zutraulich. Ich fühle mich sehr wohl bei ihnen und ich freue mich auf die kommenden drei Monate, die ich bei ihnen verbringen darf.
Ich verbrachte dann den ganzen Dienstag mit Jimmy, denn er hatt am Abend bei unserem Rotary Club seine Final Presentation und dafür wollten wir Zimtsterne backen. Er holte mich ab und wir gingen dann zusammen einkaufen. Schon wieder war es so ein wahnsinnig heisser Tag, es scheint so, als der Sommer nun wirklich gekommen ist!! Wir mussten dann zu einer Autogarage gehen, weil Jimmy ein Car Appointment hatte, und dort mussten wir dann ewigs warten, und gegen den Schluss kamen wir noch völlig in den Stress mit dem Backen der Zimtsterne, doch die Zeit reichte schlussendlich doch noch, und die Zimtsterne wurden ziemlich gut :) Wir gingen dann zusammen mit seiner Mutter und seiner Grossmutter ans Rotary Meeting und Jimmy hatte seinen Vortrag. Das war sehr gut, und es war erstaunlich wie viele Sachen er erlebt hat, die so ähnlich sind wie jene, die ich erlebe oder erlebt habe! Es war wirklich ein schöner und interessanter Abend.
Gestern, am Mittwoch, musste ich dann wieder in die Schule gehen; die langen Sommerferien haben ein Ende genommen. Nach dieser langen Pause war ich nicht wirklich in Schulstimmung, aber ich freute mich trotzdem, alle meine Freunde wieder zu sehen und das war auch schön. Wir bekamen den neuen Stundenplan, und der gefällt mir sehr :) Ich habe nicht wirklich viel Schule, insgesamt sind es 30 Lektionen à 40 Minuten. Und das im year 12! Ziemlich locker :)
Ja, nun komme ich wieder ein bisschen in einen Alltag hinein, jetzt, wo die Schule wieder begonnen hat, und das ist auch gut.

Montag, 21. Januar 2008

times are about to change

Ich verbringe nun meine letzten paar Tage mit den Joyners, meiner Gastfamilie, nächste Woche werde ich nämlich in meine dritte Gastfamilie umziehen. Ab nächsten Montag wird folgende Adresse gültig sein für die nächsten 3 Monate:

Olivia Rütti
16 Exford Avenue
Cardiff NSW 2285
Australia
ph: 0249566402

Die neue Gastfamilie habe ich ja bereits kennengelernt und sie sind wirklich alle ganz lieb und sympathisch. Cardiff ist ein Suburb gerade neben Wallsend, also nicht weit weg von meiner jetzigen Gastfamilie. Aber trotzdem graut mir der Familienwechsel irgendwie, denn meine jetzige Familie ist einfach wunderbar und ich will nicht wirklich umziehen. Ich bin ihnen sehr nahe gekommen und ich fühle mich (wie auch schon in meiner ersten Gastfamilie) wirklich wie ein Familienmitglied, und das ist so schön. Das selbe habe ich auch schon gesagt, als ich zum ersten Mal Familie gewechselt habe :) Die Leute, die ich hier kennenlerne, sind einfach super, und ich will sie nie verlassen :) Aber ja, ich bin gespannt wie die nächste Familie so sein wird und ich freue mich trotzdem auch auf eine Veränderung. Das Einzige, das mir ein bisschen Angst macht, ist, dass sie mich unbedingt mit in die Kirche nehmen wollen!!!! Und dies jede Woche etwa zwei Mal!!! Und das ist nicht unbedingt was ich will, aber ja, ich werde mal hingehen und schauen wie das so ist und wenns mir dann ganz und gar nicht passt können sie mich ja nicht zwingen, hinzugehen.
Am Mittwoch traf ich mich mir Rahel und Chrige in Sydney!! Die Beiden sind vorletzte Woche in Australien angekommen und werden nun in zwei Monaten bis nach Cairns reisen. Ich habe mich wahnsinnig fest gefreut, die beiden wieder zu sehen und es war wirklich ein wunderschöner (und wahnsinnig heisser!!!!) Tag! Ich war so aufgeregt, sie zu sehen, dass mir richtig die Knie zitterten als ich sie dann endlich sah :) Es war so ein schöner Moment.
Am Abend, als ich mit dem Zug wieder in Newcastle ankam, wurde ich gleich von Samantha Gilkes (meine nächste Gastschwester, die aber jetzt schon in Polen on exchange ist) am Bahnhof abgeholt. Wir gingen nämlich alle zusammen in den Ausgang, also wir und ihre Freundinnen. Letzten Sonntag kamen nämlich die Austauschschüler, die Aussies, wieder von ihren Austauschländern zurück nach Australien, und unter Anderem auch Jimmy, der in der Schweiz war, und zufälligerweise ein guter Freund von Samantha ist. Und wir trafen ihn und seine Freunde am Abend im Ausgang! Das Lustige ist ja, dass er meine Eltern am Flughafen, als er wieder zurück nach Australien reiste, kennengelernt hat! Die Welt ist so klein! Ich war wahnsinnig aufgeregt, ihn zu sehen, und es war wirklich sehr gut. Sein Schweizerdeutsch ist unglaublich!!! Er tönt wirklich wie ein richtiger Schweizer!!! Züridüüüüüüütsch :) Aber ich war also wirklich wahnsinnig beeindruckt.
Ich durfte dann bei Samantha übernachten. Am nächsten Tag traf ich mich mit ein paar Freunden aus meiner Schule und wir gingen zusammen ins Kino, um "Juno" zu schauen. Dies ist ein Film über eine 16-jährige, die schwanger wird. Das war wirklich ein guter Film, und mir wurde auch noch alles bezahlt! Das war mir schon ein bisschen unrecht. Es war schön, die Leute wieder zu sehen, denn ich habe sie seit Ferienbeginn nicht mehr gesehen! Nach dem Kino holte mich Rebekah (meine nächste Gastmutter) ab, denn ich war an Samanthas Farewell Dinner eingeladen, was ich wahnsinnig lieb fand.
Am Freitag lud mich meine Gastmutter Doreen zum Lunch ein in einem kleinen Restaurant in Cardiff. Das war soooo gut, aber eine riesengrosse Portion, so dass ich nicht alles essen konnte. Am Abend nahm mich dann mein Gastbruder mit in den Ausgang und wir übernachteten alle bei Amber (die Freundin des besten Freundes meines Gastbruders) und spielten lustige Spiele bis spät in die Nacht hinein. Am nächsten Morgen musste ich dann schon früh wieder los, ich traf mich mit Denise am Bahnhof und wir fuhren gemeinsam nach Sydney. Ich genoss es sehr, wieder einmal ein bisschen Zeit mit ihr zusammen zu verbringen. Wir gingen zusammen an den Flughafen, um den Outbounds Tschüss zu sagen (Samantha ging nach Polen, Ryan ging in die Schweiz etc.). Meine Güte, das war eine traurige Sache! Die Outbounds und die Inbounds sind einander in der vergangenen Zeit wirklich sehr nahe gekommen und wurden schon sehr gute Freunde, und deshalb war es wirklich traurig, dass sie jetzt gehen mussten. Und ich musste wieder weinen. Ich bin irgendwie schon ein bisschen nahe am Wasser gebaut... Es war aber schön, Ryan noch einmal zu sehen bevor er sein grosses Abenteuer in die Schweiz antrat. Seine Familie ist wirklich wahnsinnig lieb! Und ich freue mich schon, ihn und vielleicht sogar auch seine Familie in der Schweiz wieder zu sehen. Meine Güte, es flogen so viele Austauschschüler fort an diesem Tag! Der Flughafen war voll von ihnen! Es waren etwa 150 Aussies auf dem gleichen Flug nach Kuala Lumpur!
Am Sonntag nahm mich meine Hostmum mit aufs Land, wir schauten uns Wollombi und Morpeth an. Wollombi ist a small settlement und besteht aus einer Tavern und einigen Häuschen. Das war wirklich schön dort, und einfach "soooo australian"!!! Angeblich soll in dieser Tavern am Wochenende die Post abgehen und ein berühmter Treffpunkt für Biker und Leute aus der Umgebung sein. Wir hatten dort Lunch und gingen dann weiter nach Morpeth, ein kleines, altes Städtchen, etwa eine Stunde ausserhalb von Newcastle. So richtig malerisch war das. Mami, das hätte dir gefallen! :) All die alten Gebäude und eine uralte Holzbrücke - einfach idyllisch. Es ist komisch, kaum fährt man eine Stunde aus Newcastle heraus, ist man sogleich mitten auf dem Land, die Leute sind anders, die Häuser sind anders, und man würde niemals vermuten, dass dies nur eine Stunde Autofahrt von Newcastle ist. Kurz nachdem wir wieder zu Hause waren, gingen wir auch schon wieder los, ballroomdancing. Da Shann nicht da war, tanzte ich den ganzen Abend jeden Tanz und ich war so richtig schweissgebadet danach und so richtig Müde. Ich sollte das öfters machen :)
Gestern traf ich mich dann mit Sarah in Newcastle zum Lunch und sie kam dann zu mir nach Hause, um anschliessend gemeinsam mit mir, Jade und Hostmum Doreen nach Scone zu gehen (etwa 2.5h Autofahrt von Newcastle). Mario, der Brasilianer, geht nämlich am Sonntag nach Brasilien zurück und er lud uns alle zu seinem Farewell Dinner ein. Das war schön und vor allem sehr gut. Wir blieben dann dort über Nacht und mussten heute Morgen den 05:50 Uhr Zug nehmen (dies ist nämlich der einzige Zug, der von Scone zurück nach Newcastle fährt). Dementsprechend habe ich auch nicht wirklich viel geschlafen und bin jetzt ziemlich müde...
Das Wetter ist im Moment immer noch nicht schön. Es ist andauernd bewölkt und irgendwie ist es kühl, aber dann ist es wieder wahnsinnig heiss und schwül, und dann regnet es wieder wie aus Kübeln... Hoffentlich wird es bald besser.
Was zur "Australischen Sprache": Die Aussies kürzen alles ab, das man nur abkürzen kann. Hier einige Beispiele: Brekkie = Breakfast, Bikkie = Biscuit, Newy = Newcastle, Charlie = Charlestown, Tazy = Tazmania, Brollie = Umbrella, Cockie = Cockatoo (= Kakadu), Cupper = Cup of tea,.... und so weiter :) Das finde ich irgendwie schon noch lustig. Meine Gastmutter fragt mich dann immer: " Wann' a cupper?" :) Sowieso ist meine Hostmum ganz lieb und lustig. Wir haben ja 4 Hunde, 3 Katzen, einen Fisch und einen Kakadu. Der Kakadu ist draussen vor der Tür in seinem Käfig, und der macht immer so einen Lärm hehe, und dann ruft meine Gastmutter immer: "Shut up cockie, no one cares". Ich liebe dieses Haus!! :) Und wenn sie dann die Hunde hereinlassen, dann ist was los im Haus! Sie haben drei grosse Hunde, einer davon ist alt (Starsky), und der andere ist erst 12 Monate alt und heisst Diesel, und die Hündin heisst Cubu und ist etwa 3 Jahre alt. Und dann ist da noch der kleine Köter, Penny, und der macht am meisten Lärm von allen, und ist voller Flöhe, und der schläft im Badezimmer :D Ja, ich liebe dieses Haus. Es ist anders, aber ich habe sehr viel gelernt und wahnsinnig viel erlebt hier, und diese Zeit ist einfach unbeschreiblich und unvergesslich. Mit jeder Familie, jedem Menschen den man hier kennenlernt, lernt man so viel und von jedem nimmt man etwas in seiner Art mit, man verändert sich, und dies im positiven Sinne. Der Horizont erweitert sich, man lernt Sachen aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und anders damit umzugehen. Und das ist eine wunderbare Erfahrung. Und damit schliesse ich für heute :) Bis bald!!
Alles Liebe
Olivia

Montag, 14. Januar 2008

still on holidays

Ich geniesse weiterhin meine langen Sommerferien hier in Australien. Letzten Dienstag hatte ich zum ersten Mal im neuen Jahr wieder ein Rotary Meeting. Also es war eigentlich noch nicht wirklich ein Meeting, sondern einfach ein Barbeque und ein Zusammenkommen im neuen Jahr. Das war sehr schön. Ich hatte dann auch die Gelegenheit mit Denise, meiner ersten Gastmutter, zu sprechen. Ihre Tochter Casey hat ja am 31. Dezember geheiratet und ist dann einige Tage später mit ihrem Ehemann nach Amsterdam geflogen. Luke, ihr Ehemann, hat nämlich dort einen guten Job angeboten bekommen und jetzt sind sie für 2 Jahre nach Amsterdam ausgewandert. Vielleicht werde ich sie ja dann mal sehen wenn ich wieder zurück in der Schweiz bin, das wäre natürlich super! Es war sehr schön mit Denise zu sprechen.
Am Mittwoch traf ich mich dann mit Sarah aus Amerika in Newcastle zum käfelen und plaudern. Ich hatte sie schon eine Weile nicht mehr gesehen und es war sehr schön, mal wieder über alles mit ihr zu reden und zu sehen wie es so läuft mit dem Austauschjahr. Es war ausserdem ein sehr schöner Tag und wir verbrachten die meiste Zeit am Hafen. Am Donnerstag ging ich mit Shann und Tomomi, der Japanerin, shoppen. Wir hatten es sehr lustig! Shann und ich holten Tomomi ab, sie wohnt direkt am Lake Macquaire in einer riesengrossen Villa! Wow, sage ich da nur! Wie überall auf der Welt hat es an den Seen und am Meer die grössten und teuersten Villen, die man sich nur vorstellen kann. Auch Tomomi hatte ich seit dem letzten Tocal Weekend nicht mehr gesehen!! Wir verbrachten also einen schönen Tag zusammen und hatten es sehr gut. Am Freitag war dann der grosse Tag meines Gastbruders; der Tag seiner Geburtstagsparty! Wir verbrachten den ganzen Tag mit Vorbereitungen treffen, kochen und allem drum und dran. Die Party fand im Haus der Eltern der Freundin seines besten Freundes (wenn das Sinn macht) in der Nähe des Lake Macquaire statt. Als wir dann endlich alles parat hatten, fuhren wir los. Es waren ziemlich viele Leute eingeladen und das war so ein guter Abend! Ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht. Ich landete etwa 20 Mal im Pool (mit meinen Kleidern!! Aber ich war vorbereitet und hatte Ersatzkleidung mitgenommen)!! So much fun! Es war richtig lustig. Einige der lustigen Gesellschaft: Der 21. Geburtstag ist ja hier eine riesen Sache und da hielten seine besten Freunde und die Familie Reden, und - wie kann es auch anders sein in Australien - es wurde sehr viel Alkohol getrunken (vor Allem vom Geburtstagskind). Meine Gastfamilie vereint: Und hier die super Geburtstagstorte für Jade:Wir schliefen alle dort und am nächsten Tag wachte ich mit einer schwarzgefärbten Nase und anderen schönen Zeichnungen auf meinem Gesicht auf - der beste Freund meines Gastbruders hat mich, als ich auf dem Sofa schlafen ging, ein bisschen verziert. Auf jeden Fall war es wirklich eine sehr lustige Party und ganz sicher eine gelungene Party. Am nächsten Tag machte ich dann nicht wirklich viel, ich verbrachte die meiste Zeit damit, Schlaf nachzuholen, denn ich ging erst um 5.30 Uhr am Morgen ins Bett! Also verbrachten wir alle einen faulen Samstag. Am Sonntag ging ich dann mit Mario, den Mexikanern und Gerard nach Sydney an den Flughafen, um den Brasilianerinnen Tschüss zu sagen. Ihr Austauschjahr war um und es war Zeit für sie, nach Hause zu gehen. Das war wirklich ein sehr trauriger Abschied für mich... Es ist unglaublich, wie nahe mir die Beiden gekommen sind in den letzten 6 Monaten und man kann es sich gar nicht vorstellen, was für tolle Freundschaften im Austausch entstehen. Ich freue mich ganz und gar nicht auf den Moment meines Abschiedes. Aber ich freue mich auf den Moment des Wiedersehens. Es kamen ziemlich viele Leute an den Flughafen, um ihnen auf Wiedersehen zu sagen, und das fand ich sehr schön. Wir kamen dann erst am Abend wieder zu Hause an. Gestern, am Montag, war dann die letzte Abschiedsparty. Die grosse Partyzeit ist jetzt um. Und das ist auch irgendwie gut so, es war schön aber was zu viel ist ist dann auch wirklich zu viel. Es war Ashleighs Farewell Party, das Mädchen, das nach Deutschland in den Austausch geht. Es war eine "Theme Party" und das Motto war: Australia/Germany. Dies ist Ashleigh: Ich gieng als Aussie, weil ich nicht wusste was ich sonst anziehen könnte. Auch dies war wieder eine lustige Gesellschaft und ein schönes, letztes Zusammenkommen bevor alle abfliegen. Ja, das war meine Woche. Ziemlich ermüdend, muss ich sagen :) Aber es war gut.
Liebe Grüsse an Alle!
Livi

Sonntag, 6. Januar 2008

holidays

Am Mittwoch mussten Linu und ich schon um 03:30 Uhr aufstehen, um das Taxi zum Sydney Airport zu erwischen. Ich ging gemeinsam mit ihm zum Flughafen; sein Flug ging um 9:10 Uhr am Morgen. Es war wieder ein trauriger Abschied... Aber wir hatten eine wunderschöne Zeit zusammen und das ist die Hauptsache. Ich kann es kaum glauben, dass die Hälfte meines Austauschjahres bereits um ist! In 6 Monaten werde ich wieder zu Hause sein! Unglaublich... Ich fuhr dann mit dem Zug alleine wieder zurück nach Newcastle und ich war sehr traurig, und ich hatte zum ersten Mal hier in Australien Heimweh. Als ich dann aber in Newcastle von meiner Gastmutter am Bahnhof abgeholt wurde, ging es mir gleich wieder besser. Etwas später kamen dann Geoffrey und Amber zu uns und ich, Shann, Jade, Geoffrey und Amber hatten ganz einen lustigen Abend zusammen. Wir spielten so lustige Spiele und hatten es einfach schön. Am Mittwoch verbrachte ich dann einen ruhigeren Tag. Shann, Doreen und ich gingen kurz einkaufen und als wir zurückkamen sassen wir in der Küche und redeten stundenlang zusammen. Das finde ich sehr schön hier, Doreen und ich sitzen öfters mal zusammen in der Küche und wir können für 3, 4 Stunden einfach über Alles reden und dazu Schwarztee trinken. Wenn wir gerade bei Schwarztee sind: Hier trinken die Leute viel Tee, aber NUR Schwarztee. Es gibt zwar schon andere Tees, aber im Grunde wird immer nur Schwarztee getrunken. Und dies etwa 10 Mal am Tag (vor Allem Doreen trinkt immer nur Tee). Am Anfang war ich nicht so ein grosser Fan von Schwarztee, aber jetzt habe ich mich daran gewöhnt und mag es sogar. Ich trinke meinen Tee ohne Zucker und ohne Milch, was die Aussies aber gar nicht nachvollziehen können und sehr langweilig finden. Später am Mittwoch war ich dann zu einer Abschiedsparty eines Outbound Studenten, Gerard, der in ein paar Tagen für ein Jahr nach Spanien geht, eingeladen. Im Moment finden überall Farewell Parties statt, weil die Outbounds alle am 19. Januar Übersee gehen. Es war eine sogenannte "dress-up-party", also sozusagen eine Verkleidungs-Party. Dies gibt es hier übrigens sehr oft. Das Thema war: "I can't believe I wore this to my farewell party" und ich kleidete mich ganz nach dem 80-ies Stil. Es war sehr lustig zu sehen was einige Andere so trugen. Dies ist Gerard und ich: Die Stimmung war sehr gut und es war ein schöner Abend. Es war vor Allem wunderbar, alle Leute wieder einmal zu sehen. Die Brasilianerinnen Mayra und Natacha gehen nämlich am 13. Januar schon wieder nach Brasilien zurück, und Mario fliegt am 27. Januar ab... Am nächsten Tag war ich aber wahnsinnig müde und machte nicht sehr viel. Ich schaute mit meiner Schwester ein paar Filme und hatte einfach wieder einen ruhigen Tag. Ich komme mit meiner Gastschwester sehr gut aus, und obwohl sie bereits 24 ist, bin ich ihr sehr nahe und wir haben es sehr gut miteinander. Auch mit meinem Gastbruder habe ich es sehr gut, doch ihn sehe ich ein bisschen weniger als meine Schwester. Ich hätte es am Anfang, als ich in diese Familie zog, nie gedacht, dass ich nicht wegziehen will und dass ich dieser Familie so nahe kommen würde... Den darauf folgenden Tag machte ich auch nicht wirklich viel, ich half meiner Gastmutter beim einkaufen und erledigte Papierkram für Rotary. Das Einkaufen in Australien ist nicht wirklich viel anders als in der Schweiz. Auch hier hat es zwei grosse Einkaufsketten wie in der Schweiz Coop und Migros; Hier ist es Woolworths und Coles. Natürlich hat es daneben noch einige kleinere Ketten, doch dies sind die Hauptzentren. Hier muss man, wenn man Gemüse oder Früchte kauft, die Ware nicht auf eine Waage stellen; dies machen sie direkt an der Kasse für dich. Und sie packen auch die Einkaufsware gleich in Plastiksäcke für dich ein. Nun hat es auch noch so eine Umweltschonende Aktion gegeben, wo sie Plastiksäcke sparen wollen, und sie haben so wie Baumwollartige Säcke eingeführt. Für diese muss man bezahlen, aber man behält sie dann und immer wenn man einkaufen geht, nimmt man diese mit und die Verkäuferin packt die Einkaufsware in diese Säcke ein. Sehr clever. Am Samstag Abend war ich dann schon wieder an einer Abschiedsparty eingeladen. Diesmal war es Keith's Party; er geht nach Ungarn für ein Jahr. Das Wetter war aber leider nicht so toll und es regnete fast den ganzen Abend. Keith hatte aber glücklicherweise so wie einen Schopf im Garten, wo wir dann sein konnten, ohne nass zu werden. Wir alle blieben dort über Nacht und am nächsten Tag waren noch ich, Gerard, Juan Carlos aus Mexico, Keith und Mario dort und wir verbrachten den Tag zusammen. Ich kam dann gegen 17.30 Uhr nach Hause, gerade rechtzeitig, um tanzen zu gehen. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr mir das Tanzen gefällt! Ich habe sogar noch ein paar neue Tanzschritte gelernt! Wir hatten es wieder einmal sehr gut und sehr viel Spass. Gestern war dann der 21. Geburtstag meines Gastbruders. Hier in Australien sind der 18. und der 21. Geburtstag die "grössten" oder "wichtigsten" Geburtstage, und mein Gastbruder wird am Freitag eine grosse Party haben. Für diese Party gingen wir dann alle zusammen das Fleisch organisieren, es gibt nämlich ein Barbeque :) Später am Nachmittag kam dann Scotty vorbei und er nahm mich spontan mit ins Hallenbad, um ein bisschen schwimmen zu gehen. Carter, ein Freund von ihm, kam auch mit. Diese beiden gingen zuerst ins Fitness und kamen anschliessend auch in den Pool. Als die beiden im Fitness waren, schwamm ich einen Kilometer! In 40 Minuten :) Ich war schon ein bisschen stolz :) Es war schön, sich wieder einmal ein bisschen zu bewegen, vor allem im Wasser, was ich ja so gerne habe.
Im Moment spielt das Wetter in Australien verrückt. In Queensland (an der Grenze zu New South Wales) hat es ziemlich grosse Überschwemmungen, in Darwin haben sie Cyclons vorhergesagt und in Victoria (Melbourne) und Perth hat es Buschfeuer! Und im Moment hat es bei uns an der Küste Haie, grosse weisse Haie! Gefährlich, dieses Land, mit all diesen netten kleinen Tierchen ;-) Aber die Haie können nicht an den Strand kommen (vor allem nicht an die Strände rund um Newcastle), weil es draussen im Meer Hainetze hat, die die Haie davon abhalten, nahe ans Land zu kommen.
Ich möchte mich bei allen noch ganz herzlich für die Treue und die Kommentare bedanken! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr ich mich immer über ein Zeichen aus der Schweiz freue! Ich hoffe dass es euch allen gut geht und wünsche euch eine gute Zeit
bis bald
Livi