Sonntag, 25. November 2007

CAIRNS!!

Am Mittwoch war es dann endlich soweit: Ich machte mich auf den Weg nach Cairns, um dort Christoph Zaugg zu besuchen. Er ist seit mitte September dort in einer Sprachschule und bleibt noch bis ende Dezember, bevor er dann wieder nach Hause gehen muss. Ich freute mich wahnsinnig fest darauf. Da ich aber von Sydney aus flog, und mein Flug um 7 Uhr am Donnerstag Morgen ging, musste ich vom Mittwoch auf den Donnerstag in Sydney übernachten. Dies durfte ich dann bei Casey, meiner ehemaligen Gastschwester, die in Darling Harbour wohnt. Als ich am Abend ankam, nahmen sie und Luke mich mit zu einem Trivia. Trivia ist wie ein öffentliches Quiz in Pubs und Bars, wo man mit mehreren Freunden als Team hingehen kann. Es gibt dann immer 45 Fragen und das Team, welches am meisten Fragen richtig beantwortet hat, gewinnt einen Preis. Trivia ist sehr typisch für Australien und sehr traditionell. In unserem Team waren etwa 8 Leute, alles Freunde von Luke und Casey. Wir hatten sehr viel Spass dabei, und am Ende haben wir dann sogar noch gewonnen! Wir gewannen einen Gutschein von $100 in dieser Bar. Anschliessend gingen wir nach Hause und ich ging ins Bett. Ich musste dann am nächsten Morgen um 04:30 aufstehen, ging an die U-Bahn Station und fuhr direkt zum Domestic Airport. Ich kam dann rechtzeitig an, checkte ein und begab mich zu meinem Gate, wo ich dann sogleich auch ins Flugzeug steigen konnte. Ich flog mit Jet Star, eine Billigairline, vergleichbar mit Easyjet in Europa. Der Flug dauerte ganze 3 Stunden! Da wird einem ein weiteres Mal bewusst, wie gross Australien eigentlich ist... Australien hat eine Fläche von 8 Millionen Quadratkilometer! Man stelle sich das einmal vor!! Als ich in Cairns am Flughafen ankam, traf mich fast der Schlag: Es war zwar nicht heisser als in Newcastle, aber sehr feucht und tropisch! Am Flughafen wurde ich von Christoph und Wendy, seiner Gastmutter, abgeholt. Das war so schön, ihn wieder zu sehen, nach solch einer langen Zeit! Wir fuhren nach Hause, ich konnte mich kurz einrichten, und dann nahm mich Christoph mit in die Stadt. Cairns ist kleiner als ich gedacht habe, es hat ein bisschen mehr als 100'000 Einwohner und liegt direkt an der Küste. Wir fuhren mit den Fahrrädern ins Zentrum, wo wir sie dann parkierten und zu Fuss weiter gingen. Ich wusste gar nicht, dass man hier eine Busse bezahlen muss, wenn man ohne Fahrradhelm auf dem Fahrrad erwischt wird! Deshalb trugen wir natürlich brav unsere Helme. Es war aber schon komisch, auf der anderen Strassenseite zu fahren... Wir liefen dann ein bisschen durch Cairns, assen Lunch und gingen dann zur "Lagoon". Da man im Moment aufgrund der tödlichen box jellyfish (Quallen) nicht ins Meer gehen darf, haben sie in Cairns eine Lagune gebaut, es ist wie ein Freibad, aber man muss keinen Eintritt bezahlen und es ist wunderschön angelegt. Wir redeten stundenlang und genossen das schöne Wetter und die gemütliche Atmosphäre. Als wir dann wieder nach Hause gingen, kochten Christoph und ich Älplermaccaronen mit Apfelmus und Salat für Wendy und Len (Len ist der Gastvater) und Machi, eine japanische Austauschstudentin, die ebenfalls dort wohnt. Sie fanden es sehr gut :) Wendy und Len sind ein ganz sympathisches und lustiges älteres Päärchen. Wendy war dieses Wochenende sehr engagiert und im Stress, denn dieses Wochenende fanden die Wahlen in Australien statt. In den vergangenen 11 Jahren war ja John Howard von der Liberal Party (Konservative) Prime Minister. Doch das Blatt hat sich jetzt gewendet und die Labour Party hat die Wahl gewonnen. Ganz zur Freude von Wendy und Len, denn Wendy hatte sich sehr für die Labour Party im Wahlkampf eingesetzt und geholfen, Werbung in Cairns zu machen. Sie war also sehr glücklich und zufrieden mit den Wahlresultaten:) Christoph am kochen: Am nächsten Tag mussten wir schon um 8 Uhr am Hafen sein, denn Christoph hatte eine Schnorcheltour auf dem Great Barrier Reef für uns beide gebucht. Wir gingen auf ein kleines Boot und fuhren dann etwa 2 Stunden hinaus aufs Meer, bis wir das Reef erreichten. Auf dem Boot: Unser Equipment zum Schnorcheln auf dem Boot:Und dann gings los: Wir bekamen alle einen Wetsuit (Neoprenanzug), Flossen, Taucherbrille und Schnorchel und durften dann zwei Schnorchelgänge machen! WOW!!!!!!! Mir fehlen einfach die Worte, ich kann kaum beschreiben wie schön das war! Beim Reef ist das Wasser sehr seicht und man konnte die Korallen und die Fische aus nächster Nähe beobachten! Was für ein tolles Erlebnis! Tausende von Fischen, in allen nur vorstellbaren Farben, Korallen in den schönsten Farben und Formen, Rochen und warmes Wasser.... Es war unglaublich. Christoph und ich sahen sogar noch einen kleinen Hai versteckt zwischen den Korallen! Nach dem ersten Schnorchelgang gab es Lunch auf dem Boot, wir fuhren zu einem anderen Platz und hatten danach Zeit für einen zweiten Schnorchelgang. Das Wetter war fantastisch und daher waren die Voraussetzungen zum Schnorcheln optimal. Es hätte nicht besser sein können! So gegen 16:00 Uhr kamen wir dann ganz erschöpft und voller wunderbaren Eindrücken wieder am Hafen in Cairns an. Nach dem Abendessen zu Hause gingen wir dann mit Christophs Freunden aus der Sprachschule (ALLES Schweizer/ Zürcher) in den Ausgang. Der Club, in welchen wir gingen, hiess "Bullshit", und angeblich gibt es hier in Australien sogar einen Ort, der Bullshit heisst ;-) Auf jeden Fall war es aber trotzdem sehr schön, all seine Freunde kennenzulernen und mal wieder ein bisschen Schweizerdeutsch zu reden. Wir hatten einen super Abend! Am nächsten Morgen hatte Christoph ein Auto für zwei Tage gemietet und das holten wir dann ab. Ausserdem holten wir auch noch einen von Chrisophs Kollegen, Marco alias Prinz, ab und fuhren dann richtung Norden zur Mossman Gorge im Regenwald. Dort machten wir eine kleine Wanderung durch den Regenwald, was wunderschön war. Die Luftfeuchtigkeit war so hoch und es war zudem noch so heiss, dass wir am Schluss alle ganz durchgeschwitzt waren! Der Regenwald ist schon ein einmaliges Erlebnis und einfach wunderschön! Nach der Wanderung kühlten wir uns in der Gorge ab. Es hatte keine Krokodile dort und deshalb war es auch kein Problem, dort zu baden. Das Wasser war angenehm kalt und deshalb eine willkommene Abkühlung für uns alle. Nachdem wir unser Picknick gegessen hatten, gingen wir auf dem Rückweg an den Ellis Beach. Dort hat es ein Netz, welches die Quallen abhält, und deshalb konnten wir dort auch schwimmen. Das Wasser war unglaublich warm! Und der Strand - Wow, einer der schönsten Strände, die ich bis jetzt in meinem ganzen Leben gesehen habe! Wir hatten nach dem Schwimmer ein kleines Nickerchen und fuhren dann wieder zurück nach Hause. Nach dem Abendessen gingen wir wieder in den Ausgang. Wir gingen zuerst ins Kino und schauten uns "Hartbreak Kid" an. Es kamen noch etwa 5 Freunde von Christoph mit. Nach dem Film gingen wir noch in eine Bar, waren aber dann schon ziemlich müde und gingen schon bald wieder zurück nach Hause. Am nächsten Morgen wurden wir von Marco, der das Mietauto hatte, abgeholt und wir fuhren in den Süden zu den Tablelands. Rund um Cairns hat es ziemlich grosse Hügel, das hätte ich gar nicht gedacht! Wir fuhren also diese Hügel hinauf,, zuerst zu einem See, wo wir eine kleine Wanderung um den See herum machten. Anschliessend ging es zu den Millaa Millaa Falls, Wasserfällen im Regenwald. Auch dort konnten wir baden. Dort hatten wir ebenfalls ein Picknick und fuhren dann weiter zu mehreren anderen Wasserfällen. Wir machten mehrere kleinere Wanderungen durch den Regenwald und es war einfach unbeschreiblich schön. Was für ein weiterer unvergesslicher Tag! Wieder zurück in Cairns lieferten wir das Auto ab und gingen dann zurück nach Hause, wo wir einen ruhigen Abend mit Wendy und Len verbrachten. Heute musste ich dann wieder nach Hause fliegen... Schade, dass die Zeit so schnell vergangen ist, es war wirklich wunderschön und ich habe es sehr genossen! Schade, dass ich schon wieder abfliegen musste... Ich flog wieder alleine nach Sydney und von dort aus nahm ich den Zug nach Newcastle und anschliessend den Bus zurück nach Hause. Und jetzt bin ich ganz Müde von der langen Reise... :) Was für ein schönes Wochenende ich doch hatte! Mir geht es viel zu gut hier... :)

Sonntag, 18. November 2007

SYDNEY!!!

Es ist heiss hier, so richtig heiss! Vor Allem in meinem Zimmer, wo ich den ganzen Tag über Sonne habe, da wärmt sich der kleine Raum sehr schnell auf und kühlt sich nicht ab... Gott sei Dank dass es in diesem Haus einen Airconditioner gibt!
In der Schule habe ich plötzlich gemerkt, dass sich viele Jungs und viele männliche Lehrer einen Bart oder einen Schnurrbart wachsen lassen. Ich hatte natürlich keine Ahnung weshalb, und als ich nachfragte, bekam ich folgende Erklärung: Dies ist eine Charity Sache, genannt "movember", und ist jedes Jahr im November. Die Männer lassen sich Bärte oder Schnurrbärte wachsen, sammeln somit Geld und geben dies anschliessend der Stiftung für Prostata Krebs. Hier in Australien gibt es so viele Charity Events! Das ist wirklich sehr gut und ich bin völlig beeindruckt!
Das Orchester hat nun die Semesterpause eingelegt, und diese dauert bis im März. Das heisst dass ich nun jeden Montag am Abend nichts mehr los habe. Und irgendwie ist mir das gerade recht, dann habe ich nämlich einen freien Abend in der Woche.
Am Donnerstag hatte ich einen sehr vollen, strengen Tag! Ich musste um 5:15 Uhr aufstehen, damit ich rechtzeitig in der Schule sein konnte, denn wir hatten eine Exkursion nach Sydney mit meiner Art Klasse. Wir fuhren um 6:30 Uhr los, mit dem Car, und kamen rechtzeitig um 9 Uhr in Sydney in der NSW Art Gallery an. Dort fand ein HSC study day statt (HSC ist die australische Form der schweizer Matura, aber auf einem tieferen Niveau, wenn ich das so sagen darf), mit Lesungen, Vorträgen und Workshops. Wir verbrachten den ganzen Tag in der Art Gallery und ich genoss dies sehr. Es war wirklich wuderbar! Die Art Gallery ist ziemlich gross und sehr schön. Als ich dann am Abend wieder zu Hause ankam, hatte ich nur kurz Zeit, mich umzuziehen und dann gleich ins Gymnastik zu gehen. Ich hatte sehr viel Spass dort, und immer wenn Gymnastik zu Ende ist, bleibe ich noch ein bisschen länger mit meinem Gastbruder und dann habe ich immer Zeit, einfach ein bisschen alleine auf dem grossen Trampolin herum zu hüpfen und mich noch ein bisschen mehr auszutoben. Als ich danach nach Hause kam, war ich völlig müde. Ein langer, anstrengender Tag ging zu Ende. Am nächsten Tag, Freitag, (ich hatte starken Muskelkater) als ich zur Schule ging, nahm ich mein Gepäck bereits mit in die Schule, denn ich hatte vor, das Wochenende in Sydney zu verbringen. Und zwar mit meiner früheren Gastmutter Denise und meiner früheren Gastschwester Brodie. Wir waren alle bei Casey (Denise's Tochter) in Darling Harbour zu ihrem Polterabend eingeladen. Casey wird Ende Dezember heiraten, deshalb gab es einen Polterabend, eine sogenannte "Hen's night". Ich war noch nie zuvor an einer hen's night und war deshalb ganz aufgeregt. Freitag am Mittag holten mich Denise und Brodie von der Schule ab und wir gingen direkt mit dem Zug nach Sydney. In Sydney angekommen gingen wir dann zu Casey nach Hause, schauten uns eine DVD an und bestellten Take Away beim Chinesen, und hatten einfach einen schönen Abend. Am nächsten Tag begann das hen's night Programm mit "high tea" in einem 5- Stern Hotel direkt neben der Sydney Oper! Das war also sehr exklusiv! High tea ist eine britische Tradition, wo einem Tee und kleine Häppchen serviert werden. Zudem gab es für alle ein Glas Champagner! Denise, Casey und Brodie: Danach gingen wir alle nach Hause, zogen uns um und hatten anschliessend eine Tanzlektion :) Wir lernten Bauchtanz, was wirklich lustig war :) Brodie und ich beim Bauchtanzen: Weiter ging es mit dem Programm, wir machten uns am Abend auf den Weg, um auswärts essen zu gehen: Wir waren etwa 35 Frauen, alles super Persönlichkeiten und es war einfach zum schiessen, es war sooo lustig! Megan, eine Freundin von Casey, und ich: Wir assen in einem asiatischen Restaurant, was absolut köstlich und hervorragend war, und gingen anschliessend in einen Club tanzen. Als wir dann endlich nach Hause kamen, war 4:30 am Morgen! Dementsprechend waren wir dann auch alle am nächsten Tag sehr müde. Wir gingen nach dem Lunch mit dem Zug wieder nach Hause, und als ich dann zu Hause ankam, musste ich mich gleich umziehen und wir gingen direkt wieder tanzen, ballroomdancing! Was für ein gedrängtes Programm! Eigentlich wollte ich zuerst nicht gehen weil ich so müde war, aber dann hat es so viel Spass gemacht dass ich froh war dass ich gegangen bin. Es war wirklich super. Ja, das war meine Woche, sehr viel los!

Sonntag, 11. November 2007

Am Dienstag war Melbourne Cup, das grösste Pferderennen des Jahres in Australien. Dies ist jedes Jahr ein riesengrosses Event und es ist wie ein nationaler Feiertag; die meisten Geschäfte sind geschlossen und viele Leute müssen nicht zur Arbeit gehen. Es gab sogar kein Rotary Meeting! Auch die meisten Schulen sind geschlossen - ausser meine Schule natürlich :) Es wird gewettet und getrunken - und man könnte es eigentlich auch ein nationales Trinkfest nennen. Ich habe es leider verpasst, zu wetten, und leider habe ich auch das Rennen verpasst, weil ich in der Schule war. Aber dafür ging ich am Abend mit Jade, Scotty und Geoffrey (seine besten Kumpels) auswärts essen, was auch sehr schön war. Wir wollten dann später noch in ein Pub gehen, doch alle Pubs in der Stadt schlossen, als wir ankamen, weil es einfach zu viele Betrunkene hatte. Deshalb gingen wir dann wieder nach Hause. Am nächsten Tag ging ich in die Primar Schule von Wallsend und verbrachte den ganzen Tag dort. Ich begleitete eine Deutschlehrerin in alle Deutschlektionen und die Kinder (1. - 6. Klasse) durften mir alle Fragen über die Schweiz stellen. Das war wirklich ganz süss und ich war teilweise überrascht, was die Kinder alles wissen wollten. Sie wollten beispielsweise wissen, wie die Häuser in der Schweiz aussehen, ob es auch Esel gibt in der Schweiz, ob wir auch Playstation und Xbox haben, ob ich ein Haustier habe, ob wir auch am Meer wären, was wir Schweizer so essen, ob ich die Nationalhymne vorsingen könnte (was ich dann auch tat) usw. Es hat mir richtig Spass gemacht, vor Allem die jüngsten Schüler waren die süssesten. Am Abend ging ich dann ballroom tanzen. Scotty war meine Begleitung, er hatte sich gnädigerweise freiwillig zur Verfügung gestellt weil es regnete und er somit nicht biken gehen konnte. Wir lernten den Cha Cha, New Vogue, den Walzer und den Quick Step. Wir tanzten für 3 Stunden! Ich war danach richtig müde! Am Donnerstag regnete es immer noch... Ich ging am Abend wieder Geräteturnen, und dann habe ich meinen Kopf an meinem Knie angeschlagen und mir auf die Lippe gebissen, als ich versuchte einen Salto auf dem Trampolin zu machen. Jetzt weiss ich jedenfalls, wie ich dies nun vermeiden kann :) Anschliessend ging ich noch mit Jade und Scotty shoppen, was ziemlich lustig war. Wir gingen in den Abendverkauf. Es ist schon sehr interessant zu sehen, wie schnell sich Männer mit neuer Kleidung zufrieden geben und wie schnell es geht, bis sie einen Geschenkgutschein in einem Laden eingelöst haben!! :)
Ich bekam meinen ersten Schulbericht aus der Schule! Ich hätte nicht gedacht dass die einen Bericht für mich schreiben würden! Und ich war sehr überrascht dass dieser so gut ausgefallen ist; in Kunst und in Musik habe ich das Maximum (die Bestnote) erreicht und ich bin also schon ein bisschen stolz auf mich :) In den anderen Fächern habe ich auch gute Rückmeldungen bekommen, was mich natürlich sehr freut.
Am Freitag bekam ich dann Besuch von Natacha und Mayra aus Brasilien und Corinna aus Deutschland. Sie verbrachten die Nacht bei mir zu Hause,was wirklich lustig war. Wir bestellten Pizza und plauderten bis in alle Nacht hinein. Am nächsten Tag durften wir dann zum Nachbar gehen (übrigens ein Freund von Natacha) und durften dort sein Spa benutzen! Das war einfach super! Das Wasser war 39°C warm und wir sassen etwa 2 Stunden drin und redeten zusammen. Und wir mussten alle feststellen, dass es uns halt schon einfach sehr gut geht hier unten in Australien. Ganz entspannt gingen wir dann wieder zurück um uns für den Abend parat zu machen. Wir waren nämlich alle zum Geburtstagsfest von Irene aus Spanien eingeladen. Sie wurde gerade 16 Jahre alt! Das ist sehr sehr jung für eine Austauschschülerin! Es kamen viele Austauschschüler an ihr Fest, was super war: Ich, Alicja aus Polen und Mayra aus Brasilien: Sarah aus Amerika und ich:Das Fest war am Lake Maquarie, und wir hatten Glück dass das Wetter nun endlich wieder besser wurde und dass wir sogar wolkenlosen Himmel hatten! Wie schade wäre es gewesen, wenn es geregnet hätte! Wir blieben alle dort über Nacht und am nächsten Morgen wurde ich dann von meiner Gastmutter abgeholt und wir fuhren gleich zur Newcastle University. Jade ist nämlich ein Breakdancer und die Tanzschule, bei welcher er tanzt, hatte nämlich eine grosse Aufführung an diesem Tag. Alle Tanzschüler von 3 Jahren bis 25 kamen und tanzten vor ihren Eltern und Freunden vor. Sie tanzten Jazz, Ballett, Stepdance und Breakdance und das war wirklich super. Ich konnte aber die Aufführung nicht sehen, ich verbrachte den ganzen Tag mit helfen. Das war aber wirklich super :) Ich musste den kleinen Mädchen helfen, ihre Kostüme an- und auszuziehen und so schnell wie möglich zu wechseln und ich musste dafür sorgen, dass alle Mädchen geschminkt waren; ich zog etwa 30 Mädchen nacheinander den Lippenstift nach :) Aber das war wirklich sooo süss, die kleinen Kinder! Und dann ihre kleinen Ballettschühchen Kostümchen und Tutus - einfach so süss! Ganz erschöpft kamen wir dann wieder nach Hause und ich ging bald darauf ins Bett, ich musste unbedingt ein bisschen Schlaf nachholen. Heute nach der Schule ging ich mit Shann shoppen. Ich kaufte mir eigentlich nichts, aber ich ging mir endlich die Haare schneiden - nun kann ich wieder sehen! Dies war wie ein "Take-away-haircut", so etwas habe ich noch nie gesehen! Wir waren in diesem Shopping Center und da war dieser Salon, und ich ging hin, die Coiffeuse fragte mich was ich haben will, sie schnitt mir die Haare in 2 Sekunden, ich bezahlte und ging. Eine Sache von 10 Minuten! Ich liess mir nur die Stirnfransen schneiden, deshalb ging das so schnell. Das ist aber irgendwie sehr praktisch :) Für die ganze Sache habe ich 8 $ bezahlt.
Ich habe nun eine grosse Pause im Orchester, das Semester ist nämlich zu Ende und beginnt erst im März wieder... Deshalb gibt es nun für 3 Monate kein Orchester mehr. Schade... Ich freue mich schon darauf, wenn es dann im März wieder beginnt.

Montag, 5. November 2007

Dubbo/ Warren Trip

Am Donnerstag früh am Morgen ging es dann endlich los auf den lang ersehnten Rotary Trip mit all den anderen Austauschschülern meines Districts. Wir waren 20 Austauschschüler, James der Busfahrer und Chris und Adrian, die Begleitpersonen, und wir fuhren in einem Car nach Warren. Warren ist sozusagen im Outback und von Newcastle nach Warren fährt man beinahe 7 Stunden lang im Car. Was für eine lange Reise! Es wurde uns aber nicht langweilig im Car, wir hatten einander viel zu erzählen und es war schön, einander wieder zu sehen. In Warren verbrachten wir dann die ersten zwei Nächte. Wir "wohnten" in einem Horse Race Course House. Als wir endlich ankamen, hatten wir kurz Zeit, uns einzurichten, und dann gings auch schon los: Wir mussten üben, ein Zelt so schnell und gut wie möglich aufzustellen. Auf dem grossen Trip im Mai/Juni nächstes Jahr werden wir nämlich alle in solchen Zelten schlafen und müssen deshalb wissen, wie man diese aufstellt. Ich war mit der Deutschen und der Kanadierin in einem Team und wir stellten unser Zelt in 3 Minuten auf, was nicht allzu schlecht war, wenn man mich fragt :) Für das erste Mal natürlich :) Anschliessend gab es das Abendessen, das vom Warren Rotary Club gesponsert wurde. Es kamen auch noch ein paar Rotarier und leisteten uns Gesellschaft. Ausserdem kam eine Journalistin und führte ein Interview mit mir :) Das Abendprogramm wurde dann von einigen Austauschschülern gestaltet, nämlich jenen, die zu spät kamen; sie mussten einen kleinen Sketch einstudieren und dann vorführen. Das war wirklich lustig! Um 23:00 Uhr war dann Nachtruhe, aber wir Mädchen redeten noch bis in alle Nacht hinein miteinander. So sah unsere Accommodation aus: Dementsprechend waren wir dann auch sehr müde am nächsten Morgen. Wir mussten schon um 06:00 Uhr aufstehen und uns bereit machen für den Tag. Nach dem Frühstück gings los mit dem Car, wir fuhren auf eine Farm, wo sie gerade Schafe schärten! Wir konnten den ganzen Vorgang beobachten und durften schlussendlich selber versuchen, ein Schaf zu schären :) Ich habe es natürlich versucht, und es ist gar nicht so einfach wie es aussieht! Wir hatten so viel Spass, es war sooo lustig! Anschliessend fuhren wir zum Mount Foster, ein "Berg" im Outback, welchen wir "besteigen" sollten. Der höchste "Berg" weit und breit. 50 Meter hoch. Ein "B E R G". Ein Erdhügel, sozusagen. Da es aber sehr heiss war, kamen wir alle so richtig ins Schwizen! Und da waren sooooo viele lästige Fliegen! Es ist unglaublich wie sehr die einem auf die Nerven gehen, die sitzen einem überall hin! Unglaublich! Die ganzen vier Tage lang waren wir von diesen Viechern umgeben, und man kann sich wirklich nicht daran gewöhnen. Die sind einfach zu lästig. Nach dem Besteigen des Berges machten wir einen Bushwalk. Das war sehr interessant, aber einfach sehr heiss. Der Bushwalk war nicht sehr lange, aber trotzdem war es ziemlich ermüdend, weil es so heiss war. Danach gingen wir zurück zum Horse Race Corse, unserem "Warren Hilton", wie James the Driver zu sagen pflegte. Dort wurden wir bereits von einigen Rotariern erwartet, die unser Abendessen für uns kochten. In der Zwischenzeit lehrte uns ein Farmer, wie man die Peitsche schlägt. Ein richtiger, sehr typischer Aussie mit Hut, Zigarrette und Bier UND Peitsche :) Es sah so einfach und leicht aus, aber es war wirklich sehr schwierig! Ich habe keinen richtigen Knall zustande gebracht. So wie alle anderen auch, niemand konnte es wirklich, ausser die eine Japanerin :) Wir verbrachten dann einen gemütlichen Abend zusammen und gingen bald ins Bett, um zu reden, versteht sich. Am nächsten Tag mussten wir nicht so früh aufstehen, was super war. Wir packten all unsere Sachen zusammen und machten uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Dubbo. In Dubbo besuchten wir das alte Gefängnis und genossen eine geführte Tour, was höchst interessant war. Wir lernten ziemlich viel über die Geschichte Australiens kennen, über Bestrafungen vergangener Zeiten und über die Todesstrafe (die letzte Todesstrafe in Australien wurde in 1950 vorgenommen). Anschliessend besuchten wir eine Outbackschule namens Wambangalang, wo der Dubbo Rotary Club uns unser Mittagessen zur Verfügung stellte. Nach dem Essen konnten wir uns Schlangen und Echsen ansehen und sie sogar berühren! Ausserdem genossen wir eine Führung durch die Klassenzimmer. Diese Schule ist sehr Naturorientiert und sehr interessant zu sehen. Die Schule hat einen eigenen Seilpark, kann man fast sagen. Es ist wie ein grosser Spielplatz, wie ein grosser Parcours wo man Hindernisse überwinden muss, und dies versuchten wir danach natürlich alle. Es hatte sogar einen Flying Fox! Wir mussten alle einen Helm und ein "Gestältli" anziehen und konnten dann in der Luft herumdüsen :) Wir hatten so viel Spass!! Aber es war wahnsinnig heiss und es hatte so viele Fliegen... Nach unserem aktiven Nachmittag fuhren wir wieder in den Bush zu einem Outbackhouse, wo wir von Dubbo Rotary Club das Abendessen bekamen. Wir hatten ein grosses Buschfeuer und die Stimmung war super. Ausserdem kam Ryan, der Junge der im Januar in die Schweiz kommen wird als Austauschschüler, zu uns und verbrachte die Nacht mit uns. Er lebt nämlich in Dubbo und wir dachten, das ist doch eine super Gelegenheit, einander wieder zu sehen. Die Nacht verbrachten wir dann in kleinen, einfachen Hütten. Was für ein Erlebnis! Es war wirklich super! Am nächsten und letzten Tag fuhren wir dann wieder nach Dubbo und besuchten den Dubbo Zoo. Dieser Zoo ist ein bisschen anders als den Zoo den wir in der Schweiz kennen - wie alles in Australien ist dieser Zoo um einiges grösser. Wir mieteten Fahrräder und fuhren den ganzen Tag mit denen im ganzen Zoo herum. Zu Fuss wäre der Zoo zu gross. Die Gehege der Tiere waren sehr gross!! Eine sehr interessante Erfahrung, und es hat mir sehr gefallen. Nach dem Mittagessen mussten wir uns dann leider schon wieder auf den Weg nach Hause machen, denn der Weg ist ja so lang bis nach Newcastle. Am Abend um 21:00 Uhr kamen wir dann in Newcastle and und ich war sehr müde... Es war so ein schönes Wochenende und es war so schön alle Austauschschüler zu sehen! Wir hatten alle so viel Spass zusammen und die Stimmung war einfach super!